Die Erkenntnisse aus der Vorbereitung der Basketball Löwen

Braunschweig.  Die Testbilanz der Braunschweiger Basketballer: Teamgefühl und Kämpferherz stimmen, die Struktur ist ausbaufähig, Strobl hat eine klare Rotation.

Der neue Center Gavin Schilling gefällt bislang unter dem Korb mit seiner herausragenden Athletik und seinem Kämpferherz. Er war in den Testspielen einer der Punktegaranten bei den Löwen.

Der neue Center Gavin Schilling gefällt bislang unter dem Korb mit seiner herausragenden Athletik und seinem Kämpferherz. Er war in den Testspielen einer der Punktegaranten bei den Löwen.

Foto: Susanne Hübner, Imago

Sieben Spiele, drei Siege – die Eindrücke aus der Vorbereitung der Braunschweiger Basketballer waren durchwachsen. Das Team von Pete Strobl hat gegen Göttingen und die Zweitligisten Hagen und Paderborn gewonnen. Gegen Spitzenteam Oldenburg wurde einmal sehr hoch und einmal ganz knapp verloren, gegen Vechta ebenfalls mit dem letzten Wurf und gegen die enorm aufgerüsteten Hamburger deutlicher.

Dabei enttäuschte die Mannschaft mit Einstellungsproblemen in den ersten Spielhälften gegen die Zweitligisten, zeigte sich ansonsten aber sehr präsent und kampfstark. Das Konzept des Trainers, aus einer aggressiven Verteidigung ins Laufen zu kommen und leichte Punkte zu erzielen, ist wie in der Vorsaison erkennbar. Dafür offenbarten sich im Positionsangriff ähnliche Schwächen: Wenn es eng wurde, vermisste man eine klare Struktur beziehungsweise ordnende Hand.

Jallow lobt Rollenverteilung

„Die Rollen sind klar verteilt“, nennt Kapitän Karim Jallow eine positive Erkenntnis. In der Tat vergab der Coach die Spielzeit deutlich zugunsten eines Leistungsträger-Quintetts und ließ klare Rotationen spielen. Der Ex-Bayreuther James Robinson hielt sich als Taktgeber beim Scoring zurück, kurbelte lieber das Spiel an, bewies in engen Schlussphasen aber, dass er das Geschehen auch an sich reißen kann.

Mushidi meldet sich stark zurück

Als zuverlässiger, hochprozentig von außen treffender Punktegarant gefiel Rückkehrer Kostja Mushidi.

Jallow wirbelte mit seinen energiegeladenen Aktionen und Allroundqualitäten auf den Positionen drei und vier im Wechsel mit seinem Co-Kapitän Lukas Meisner, der beim Rebound und mit Distanzwürfen Zeichen setzte.

Auf der Centerposition gefiel der Ex-Ulmer Gavin Schilling mit seiner herausragenden Athletik sowie großem Kämpferherz und fand damit trotz klarer Wurfschwäche seine Wege, um zuverlässig zweistellig zu punkten.

Peterka fehlt noch Physis

Sein Positionskollege Martin Peterka bewies Spielintelligenz und ein feines Wurfhändchen auch aus der Dreipunktedistanz. Unter dem Korb allerdings präsentierte sich der tschechische Nationalspieler nach Trainingsrückstand noch nicht physisch genug und musste sich mit wenig Spielzeit begnügen.

Spielmacher Bazou Koné verpasste die meisten Spiele verletzt, dafür kam Garai Zeeb als Aufbau-Backup zum Zug. Ebenfalls verbessert gegenüber der Vorsaison präsentierte sich Lukas Wank. Er punktete als Allrounder und bekam neben den Top-5 die meisten Minuten. Der aus Vechta gewechselte Luc van Slooten war als Flügel und Powerforward noch unkonstant, zeigte für einen 18-Jährigen aber ein exzellentes Spielverständnis.

Alles anders mit Allen?

Wie sich nun alles mit Bryon Allen und dessen sicher großer Rolle neu fügt, muss sich zeigen. Sehr positiv jedenfalls: Die Löwen spielten bislang absolut teamorientiert, kein Akteur wirkt annähernd egoistisch, alle suchen den Extrapass.

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