Badminton: BVG auswärts vor hoher Hürde und Pflichtaufgabe

Gifhorn.  Badminton-Regionalliga: Die Gifhorner können und wollen die Vizemeisterschaft unter Dach und Fach bringen.

Der BV Gifhorn will vorzeitig die Vizemeisterschaft klarmachen. Knackpunkt wird die Partie am Samstag beim SSW Hamburg sein, wo Wolf-Dieter Papendorf (im Bild) auf den starken Lars Rieger treffen wird.

Der BV Gifhorn will vorzeitig die Vizemeisterschaft klarmachen. Knackpunkt wird die Partie am Samstag beim SSW Hamburg sein, wo Wolf-Dieter Papendorf (im Bild) auf den starken Lars Rieger treffen wird.

Foto: Darius Simka / regios24

„Wir dürfen nur nicht den Fehler machen, die verbleibenden Spiele zu locker anzugehen, bloß weil die Titelfrage jetzt geklärt ist.“ Mit dieser Mahnung hatte Dennis Friedenstab, Teamsprecher des Badminton-Regionalligisten BV Gifhorn, nach der etwas unglücklichen Niederlage gegen Tabellenführer Peine Ende November den Blick bereits auf den Saison-Endspurt gerichtet. Lediglich vier Spiele stehen noch aus, die ersten beiden an diesem Wochenende in Hamburg.

Den ersten Charaktertest nach der Meisterschafts-Vorentscheidung hatten die Gifhorner mit Bravour bestanden: Mit 6:2 gewannen sie das Derby-Rückspiel bei der SG Vechelde/Lengede Mitte Dezember. Nun könnten sie vorzeitig sicherstellen, dass sie die Saison – wie im vergangenen Jahr – als Vizemeister beenden. „Das ist auch unser Ziel“, betont Friedenstab. „Wir wollen an diesem Wochenende Platz 2 festziehen.“

Die Frage nach der (fehlenden) Motivation stellt sich also gar nicht. Erst recht nicht für Lea Dingler. Nach ihrer erfolgreichen Titelverteidigung im Dameneinzel bei den norddeutschen Meisterschaften, „gehe ich nochmal mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein in die Punktspiele“, sagt sie. Und Dingler wird an ihre Leistungen von letzter Woche anknüpfen müssen, da Larina Tornow (Leiste) noch nicht wieder mitwirken kann. So wird Dingler die Einzel und Damendoppel bestreiten, Karen Radke die Doppel- und Mixed-Spiele. Bei den Herren fällt zudem Fabian Dittmann mit einer Fingerverletzung aus.

SSW Hamburg – BV Gifhorn (Sbd., 16 Uhr). Die Situation ist klar: Siegt der BVG beim Dritten, ist ihm Platz 2 nicht mehr zu nehmen. Die Gifhorner hätten dann sechs Punkte Vorsprung auf den SSW – plus das deutlich bessere Spielverhältnis (aktuell +22 gegenüber dem SSW). Das Hinspiel gewannen sie zwar mit 7:1, „aber das täuscht, das ist ein starker Gegner“, warnt Frieden­stab. „Würde mir jemand ein 5:3 anbieten, würde ich das sofort unterschreiben.“ Aus seiner Sicht werden die Einzel entscheidend sein, insbesondere die der Herren, in denen der SSW mit Lars Rieger und Sebastian Schulz sehr gut besetzt ist.

SG FTV/HSV/VfL 93 Hamburg – BV Gifhorn (So., 11 Uhr). Anders als am Vortag ist gegen die SG ein Sieg fest eingeplant. Die Gastgeber sind aktuell das Liga-Schlusslicht – und könnten am Sonntag bereits als Absteiger feststehen. Frieden­stab: „Wir wollen vier Punkte, mit dreien könnte ich aber auch gut leben.“

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