Neuer Stall – altes Ziel: Mann will den Box-Thron besteigen

Gifhorn.  Boxen: Der frühere BC-Gifhorn-Athlet Artur Mann hat einen neuen Promoter und neuen Coach gefunden – und ein altes Ziel damit wieder vor Augen.

Er nimmt einen neuen Anlauf auf den Box-Thron im Cruisergewicht: Der ehemalige Gifhorner Artur Mann (links) boxt nun für Agon-Sports aus Berlin.

Er nimmt einen neuen Anlauf auf den Box-Thron im Cruisergewicht: Der ehemalige Gifhorner Artur Mann (links) boxt nun für Agon-Sports aus Berlin.

Foto: imago sportfotodienst / imago/Eibner

Artur Mann wagt einen neuen Anlauf auf den Box-Thron im Cruisergewicht. Der frühere Amateurboxer des BC Gifhorn hat nach seiner Niederlage im Kampf gegen Weltmeister Kevin Lerena vor fast genau einem Jahr und dem darauf folgenden Aus beim Sauerland-Stall (wir berichteten) nun einen neuen Promoter. Der 29-Jährige unterschrieb einen Vertrag bei Agon Sports in Berlin und hat mit Eduard Michel, dem Vater von Stallkollege Serge Michel, auch wieder einen neuen Trainer gefunden.

Nachdem die Zusammenarbeit mit Sauerland geendet war, ging Mann zu seinem langjährigen Amateur-Coach Vitali Boot zurück. Doch einmal mehr klappte es nicht. Die Wege zum Training nach Gifhorn waren für den „Thunderman“, der in der Nähe von Hannover lebt, zu weit. Als Profi benötigte er eine intensivere Betreuung, als Boot sie ihm bieten konnte. „Wir gehen im Guten auseinander“, betont Mann, der nun mit Michel zusammenarbeitet und seine Wettkampfvorbereitung wieder in Berlin absolviert.

Beschnuppert haben sich Mann und sein neuer Arbeitgeber Agon bereits vor einiger Zeit, im Januar war er mit dem neuen Team, zu dem unter anderem Ex-Weltmeister Tyron Zeuge gehört, bei einem zweiwöchigen Trainingslager auf Mallorca. „Ich bin sehr zufrieden. Es ist ein echt gutes Team, und es wird sehr professionell gearbeitet“, sagt Mann, der viele Kollegen schon aus gemeinsamen Zeiten in der Nationalmannschaft der Amateure oder von Sauerland kennt.

Doch so professionell es auch zugeht bei Agon – aktuell liegt das Profiboxen auch bei den Berlinern auf Eis. Eigentlich hätte der „Thunderman“ bereits sein Agon-Debüt feiern sollen, doch natürlich wurde die Veranstaltung in Wuppertal infolge des Coronavirus abgesagt. Mann hätte dabei ohnehin verzichtet, da eine Erkältung ihn eine Woche lang außer Gefecht gesetzt hatte – ein Test auf Covid-19 war allerdings negativ. Jetzt muss der 29-Jährige, der in der unabhängigen Weltrangliste boxrec.com trotz nur eines Aufbaukampfs im Oktober immer noch auf Position 32 im Cruisergewicht geführt wird, erst einmal warten.

Mann trainiert für sich, wie aktuell vermutlich alle Profisportler des Landes. Die Fitnessstudios und Boxclubs in seiner Heimat Hannover oder in Berlin haben natürlich auch für ihn geschlossen, mindestens bis zum 19. April, vielleicht sogar länger.

Der „Thunderman“ verrät: „Nach meinem Debüt in Wuppertal sollte ich eigentlich schon im Mai einen Titelkampf bestreiten.“ Doch auch diese Veranstaltung steht durch die Coronakrise plötzlich auf der Kippe. Wahrscheinlicher ist zudem, dass Mann vorher noch einmal einen Testlauf absolviert und nicht gleich in die Vollen um einen International- oder Intercontinental-Gürtel geht.

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