Bortfeld trifft zweimal nur Aluminium

Peine.  TB-Fußballer verlieren mit 0:4 im Viertelfinale des Härke-Pokals. VfL Woltorf gelingt die nächste Überraschung, Wendzelle der Lucky-Punch.

Lafferdes Julian Rode (in Blau) nickt zum 1:0 gegen die TB Bortfeld ein.

Lafferdes Julian Rode (in Blau) nickt zum 1:0 gegen die TB Bortfeld ein.

Foto: Henrik Bode

Die Außenseiterrolle scheint dem VfL Woltorf im Härke-Pokal der Fußballer gut zu Gesichte zu stehen. Das Team aus der 1. Kreisklasse schmiss nach dem TSV Sonnenberg auch Bezirksligist Woltwiesche aus dem Wettbewerb. Im Halbfinale wartet der TSV Wendezelle, für den Thomas Erich der Held des Mittwochabends war. Das zweite Spiel der Vorschlussrunde bestreiten der SV Teutonia Groß Lafferde und Rot-Weiß Schwicheldt.

VfL Woltorf – Viktoria Woltwiesche 3:2 (0:0). Tore: 1:0 Nicolas Bufe (55.); 2:0 Lucas Feer (63.); 2:1 Jan Sellmann (68.); 3:1 Sebastian Krömer (77.); 3:2 Florian Meier (83.).

Taktisch diszipliniert und hochkonzentriert warfen die Woltorfer das nächste höher spielende Team aus dem Wettbewerb. „Wir haben relativ defensiv gestanden, sind erst ab der Mittellinie drauf gegangen und haben die Räume eng gemacht“, berichtet der Woltorfer Spielertrainer Nick Smolka. Das klappte so gut, dass die Gäste phasenweise „eingeschläfert“ wirkten und aus dem Spiel heraus nur wenig Gefahr. entwickelten.

Nach der Pause waren die Hausherren aktiver und erzielten die 1:0-Führung. „Woltwiesche wurde nervös, musste nun natürlich etwas mehr probieren und wir hatten damit vorne mehr Räume.“ Das nutzte Woltorf für die zwischenzeitlichen 2:0- und 3:1-Führungen. Nach dem erneuten Anschluss des Bezirksligisten hielt der VfL noch sieben Minuten der regulären und sieben Minuten der Nachspielzeit dicht und freut sich nun auf das Halbfinale.

VfB Peine – TSV Wendezelle 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Thomas Erich (85.).

Ein offenes Spiel bekamen die Zuschauer im Stadion des VfB Peine zu sehen. Erst in der 85. Minute gelang dem Wendezeller Thomas Erich der Lucky-Punch und damit dem TSV der Einzug in das Halbfinale des Härke-Pokals, in dem die Elf von Thomas Mainka auf Überraschungsteam VfL Woltorf trifft.

„Es war ein sehr intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen und einem hohen Tempo“, berichtet der VfB-Coach Bünyamin Tosun. Das Pressing beider Mannschaften sei gut gewesen und es ging hin und her. Allzu viele Chancen gab es dabei nicht zu bestaunen. Die aussichtsreichste für die Peiner hatte Emrullah Kaya in der 70. Minute auf dem Fuß. „Er hat einen Verteidiger ausgespielt und ging alleine auf den Keeper zu. Sein Lupfer verfehlte das Tor dann leider knapp. Das hätte das Spiel entscheiden können“, so Tosun.

Stattdessen drückte Thomas Erich in der 85. Minute einen Abpraller über die Linie. Peines Aushilfstorwart Christian Wöhrle hatte einen Kopfball noch parieren können, aber eben nicht den Nachschuss.

TB Bortfeld – SV Teutonia Groß Lafferde 0:4 (0:2). Tore: 0:1 Julian Rode (16.); 0:2 Thorben Röcken (42.); 0:3 Kevin Harms (54.); 0:4 Wahied Noorzai (76.).

Es war erst eine Minute gespielt, als ein Freistoß des Bortfelders Patrick Janeschik das Lattenkreuz küsste. „Da hätten wir gerne in Führung gehen können und es wäre ein sehr spannendes Spiel geworden“, sagt Bortfelds Trainer Garrit Klaproth. Dann nämlich hätte der Bezirksligist gegen sehr tief und sehr eng stehende Bortfelder anlaufen müssen. Die Teutonia ging geschickt vor. „Durch lange Diagonalbälle haben sie uns immer wieder auseinander gezogen“, erklärt Klaproth.

Nach dem Lafferder 1:0 hatte die TB-Elf dann wieder eine gute Chance. Der Kopfball von Sven Schäfer touchierte die Unterkante der Latte, fand aber nicht den Weg hinter die Torlinie. „Deshalb würde ich sagen, ist das Ergebnis ein wenig zu hoch ausgefallen“, erklärt Klaproth, der die Gäste aber als verdienten Sieger anerkennt. „Das ist eine gute Truppe“, bemerkt er.

Auch wenn sein Team durch Standardsituationen weiterhin „saugefährlich“ blieb, sprang der Ehrentreffer der Bortfelder dabei nicht mehr heraus.

TSV Clauen/Soßmar – Rot-Weiß Schwicheldt. 1:6 (0:2). Tore: 0:1 Pascal Werner (20.); 0:2 Nils Querfurth (22.); 0:3 Arno Merk (50.); 1:3 Johannes Könneker (52.); 1:4 Jan Fichtner (79.); 1:5 Eigentor (82.); 1:6 Nils Querfurth (89.).

Souverän und obendrein noch deutlich setzte sich der Favorit aus Schwicheldt durch und trifft im Halbfinale auf Teutonia Groß Lafferde. „Clauen hat uns das Leben schwer gemacht und am Ende fällt der Sieg wohl auch ein oder zwei Tore zu hoch aus“, gesteht der Schwicheldter Co-Trainer Tobias Dreyer.

Bis zur Führung waren die Rot-Weißen sichtlich damit beschäftigt, Lösungen gegen die tiefstehende TSV-Mannschaft zu finden. „Der Dosenöffner ist dann eine Standardsituation“, erklärt Dreyer lachend. Der Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Julian Olbrich fand genau den Kopf von Pascal Werner. „Danach ist es ruhiger geworden, der Schwung bei Clauen war etwas abhanden gekommen“, berichtet Dreyer. Sehenswert erhöhte Nils Querfurth aus 16 Metern mit der Pike und dieses Viertelfinale nahm seinen Lauf. Jetzt freuen sich die Schwicheldter auf ein attraktives Heimspiel gegen ein Topteam des Landkreises.

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