Stederdorf setzt auf die eigene Jugend

Stederdorf.  Fußball-Kreisligavorschau (2): Der SSV geht in Staffel B den Angstgegnern Münstedt und Equord aus dem Weg.

Auf den TSV Sonnenberg (weiß) trifft Stederdorf zwar, dafür umgeht der SSV Münstedt und Equord.

Auf den TSV Sonnenberg (weiß) trifft Stederdorf zwar, dafür umgeht der SSV Münstedt und Equord.

Foto: Henrik Bode / Archiv

Wenn sich eine Fußballmannschaft von der Corona-Krise bevorteilt sehen kann, dann ist es vermutlich der SSV Stederdorf. Die Mannschaft hat nach 15 Saisonspielen den allerletzten Tabellenplatz inne gehabt – die Hoffnung auf die sportliche Rettung hatten sie allerdings auch noch lange nicht aufgegeben. Jetzt soll in der kommenden Saison möglichst nichts anbrennen.

„Ich würde nicht sagen, dass wir von Corona profitiert haben. Wir hatten noch einige Spiele gegen Mannschaften aus dem Keller nicht gespielt. Dort hätten wir unsere Punkte schon geholt. Ich fand es persönlich auch sehr schade, dass die Spielzeit abgebrochen wurde. Wir hätten uns gerne durchgebissen“, so SSV-Trainer Helmut Kaub. Für sein Saisonziel „Klassenerhalt“ müsse seine Mannschaft nur die Möglichkeit bekommen, alle Spiele zu spielen. „Wir sind deutlich jünger und auch breiter als in den vergangen Jahren aufgestellt. Ich kann auf einen sehr guten Kader zurückgreifen“, so der Stederdorfer Trainer über das vorhandene Spielermaterial. Der SSV musste sich auch kaum nach neuem externen Spielermaterial umsehen, denn der Kader blieb über die Sommerpause hinweg unverändert – niemand sprang ab.

Aus der eigenen A-Jugend rücken mit Joas Klemm und Niclas Zawade zwei vielversprechende Talente aus der sich auflösenden Mannschaft dazu. Außerdem kehren einige Langzeitverletzte zurück in den Kader. Davon ist Coach Kaub besonders erfreut. „Alexander Müller und Aaron Schroth werden uns wieder zur Verfügung stehen“, berichtet der Übungsleiter. Besonders bei dem Namen Schroth gerät der Coach ins Schwärmen. Das sei ein technisch sehr starker Linksfuß, der die Mannschaft extrem bereichern werde. Genau solche Spieler werden den Verein beim Ziel „Klassenerhalt“ weiterhelfen.

Doch Stederdorf wird es auch mit einem guten Kader nicht leicht haben – die Konkurrenz in der B-Staffel ist enorm groß. „Natürlich wären wir Schwicheldt und Sonnenberg gerne aus dem Weg gegangen. Das können wir aber nicht beeinflussen“, analysiert Kaub die Lage seiner Mannschaft vor dem Kreisligastart. Den Angstmannschaften geht der SSV allerdings aus dem Weg. Der TSV Münstedt und Herta Equord spielen in der anderen Staffel. „Solche Teams liegen uns gar nicht. Da sind wir wirklich froh nicht gegen die spielen zu müssen“, so Kaub.

Im Endeffekt sei es aber auch egal gegen welche Elf die Kaub-Truppe antreten müsse, die Punkte müssen dennoch eingefahren werden, so dass man schon frühzeitig den Klassenerhalt und damit auch ein weiteres Jahr in der Peiner Kreisliga feiern könne. „Das ist unser großes Ziel in diesem Jahr.“

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