Vater Jahn verliert auch das dritte Auswärtsspiel

Rohrsen.  Die Peinerinnen spielen in Rohrsen ohne echte Torfrau und bleiben sieglos in der Handball-Oberliga.

Tabea Bleyer und der MTV Vater Jahn Peine kämpften in der zweiten Halbzeit vergebens.

Tabea Bleyer und der MTV Vater Jahn Peine kämpften in der zweiten Halbzeit vergebens.

Foto: Henrik Bode / regio-press

Den Schwung der vorigen Saison haben die Handballdamen vom MTV Vater Jahn Peine noch nicht gefunden. Der amtierende Niedersachsenmeister musste sich nun auch beim Vizemeister der Oberliga geschlagen geben. Es war die dritte Niederlage im dritten Auswärtsspiel in Folge mit dem negativen Aspekt des vorletzten Tabellenplatzes.

MTV Rohrsen - MTV VJ Peine 29:26 (21:14)

Der MTV ging ersatzgeschwächt in das Auswärtsspiel beim MTV Rohrsen. Nicht nur dass mit Michaela Steinhoff und Jobina Meyer zwei wichtige Spielerinnen im Rückraum ausfielen, viel extremer war die Situation im Tor. Neben der seit einiger Zeit verletzten Marleen Lange zog sich Karoline Kilsbach eine Knieverletzung beim Warmmachen zu. Trainer Marco Wittneben hatte nun keine Torfrau mehr und musste Jennifer Hüsing zwischen die Pfosten stellen. Wittneben steht nun vor der Situation kurzfristigen Ersatz zu beschaffen, was wohl kaum möglich sein wird. „Ohne Torfrau spielen wir gegen den Abstieg“, so Wittneben.

Der Schock lähmte die Mannschaft in der ersten Halbzeit verständlicherweise. So zog der Vizemeister über 5:2 bis zur Pause unaufhörlich auf 21:14 davon. Vier Minuten vor dem Pausenpfiff dann der nächste Schock, als Denise Lächelt nach einem Konter in der Rückwärtsbewegung Kontakt mit einer gegnerischen Spielerin bekam und diese zu Fall brachte. Lächelt wurde daraufhin disqualifiziert und Jahn mit einem Siebenmeter bestraft. „Ich mache ihr keinen Vorwurf. So etwas passiert eben im Handball“, meinte der Jahner Coach, der nach Wiederbeginn eine Mannschaft erlebte, die sich mit der Niederlage nicht abfinden wollte und enorm fightete.

Jetzt stand auch die Abwehr, die gegen einen solch starken Gegner nur noch acht Treffer zuließ. Mit Power wurde der Rückstand sukzessive abgebaut. Für eine Remis reichte es aber nicht mehr. „Die Mannschaft hat bravourös gespielt. Die Einstellung passte und die Defensive ließ in der zweiten Halbzeit kaum noch etwas anbrennen, so dass die Mannschaft erhobenen Hauptes die Halle verließ. Schade, dass wir nicht für diese Leistung belohnt wurden“, resümierte Wittneben und meinte abschließend: „Wir müssen an der prekären Ausgangslage arbeiten und sehen wie es weiter geht.“

Nach drei Niederlagen in den ersten drei Auswärtsspielen steht der MTV noch mit leeren Händen da und hofft auf den ersten Auftritt in heimischer Umgebung. Der soll am Samstag in der Vöhrumer Halle gegen die HSG Plesse-Hardenberg stattfinden. Doch diese Partie steht aufgrund der steigenden Corona-Zahlen in den Sternen.

MTV: Kilsbach, Hüsing – Lächelt, Kruck (7/2), H. Bergmann (4), Bleyer (1), Buse, L.-M. Bührig (1), Hacke, A. Bergmann (1), Wählisch (1), Rühling (3), Eggeling (8/6).

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