TSV Denstorf gewinnt den e-Football-Kreispokal

Peine  34 Mannschaften sind beim Experiment des NFVs angetreten - Turnier geht als Erfolg in die Geschichte ein.

34 Mannschaften sind beim Experiment des NFVs angetreten - Turnier geht als Erfolg in die Geschichte ein.

34 Mannschaften sind beim Experiment des NFVs angetreten - Turnier geht als Erfolg in die Geschichte ein.

Foto: NFV

Der TSV Denstorf hat den e-Football-Kreispokal gewonnen. In einem spannenden Finale setzten sie sich gegen den VfB Peine II durch. Der Niedersächsische Fußballverband-Kreis Peine richtete die Kreismeisterschaft am Samstag, den 11. Januar, aus. Das gesamte Turnier geht als ein großer Erfolg in die noch junge virtuelle Laufbahn ein.

Schon vor dem Start des Turniers gab es positive Resonanzen der Vereine aus dem Landkreis. „Wir hätten noch deutlich mehr Mannschaften aufnehmen können, aber das Teilnehmerfeld war auf 32 begrenzt“, berichtet der Organisator Detlef Fliess, der die Grenze schlussendlich doch noch auf 34 anhob. So ließ sich allerdings kein normaler Spielbetrieb abwickeln. Deshalb mussten zwei Qualifikationsmatches zwischen den zuletzt gemeldeten Mannschaften her. Schlussendlich setzten sich der TB Bortfeld und dessen Zweitverwertung durch. Gespielt wurde das Videospiel Fifa 21, welches in der Szene als realistischste Fußballsimulation gilt. Doch wie lässt sich dabei ein gerechter Wettbewerb kreieren? Der 90er-Modus gewährleistet genau das – die Mannschaften haben dabei die genau gleichen Bewertungen. So könne man auch mit Eintracht Braunschweig gegen den FC Bayern München antreten, ohne einen großen Nachteil zu haben. „Anders lässt sich das nicht gestalten. So haben es auch die Turniere auf Landesebene gehandhabt“, berichtet der Organisator. Jedes Team bestand aus zwei Spielern, deren Ergebnisse zusammengerechnet werden.

Mit dem Sechzehntelfinale begann dann das richtige Turnier. Erstaunlich waren dabei einige deutliche Ergebnisse: Der TSV Denstorf, um Tom Oelke und Sven Wedekind, siegte beispielsweise mit 21:1 gegen die SpVgg Groß Bülten. Diese Ergebnisse seien, laut des Organisators, aber die absolute Ausnahme in solchen Online-Turnieren. „Wir hätten uns natürlich den direkten Kontakt zwischen den Teilnehmern gewünscht. Dies musste aber situationsbedingt wegfallen“, so Fliess. Die Spieler mussten von daheim antreten. Destorf legte nach dem Auftaktsieg eine Siegesserie, die sie bis ins Finale brachte, hin. Dabei wurde auch Fortuna Oberg, erst im Golden Goal, geschlagen. Die Oberger haben schon bei der Landesmeisterschaft 2019 mitgemacht und diese auch gewonnen. Sie gingen also als einer der Favoriten in dieses Turnier.

Im Viertelfinale trafen die Denstorfer auf die Zweitverwertung des TB Bortfeld. Diese wurde ebenfalls mit 10:3 ausgeschaltet. Der Titel rückte nach dem 8:4-Sieg gegen Adler Handorf im Semifinale immer näher. Im Finale wartete dann der VfB Peine II und auch die schlugen Tom Oelke und Sven Wedekind. „Die beiden bekommen einen Pokal und dürfen an der Landesmeisterschaft des Niedersächsischen Fußballverbandes teilnehmen.“ Generell sei das Turnier ein großer Erfolg gewesen. In anderen Landkreisen haben sich einige Spieler über die unfaire Spielweise der Gegner beschwert. Über solche Probleme konnte man in Peine nur lachen – das Turnier verlief sportlich fair und zu keinem Zeitpunkt problematisch. „So würden wir es gerne wieder machen.“ Die Planungen werden aber noch ein bisschen konkretisiert – der NFV Kreis Peine arbeitet an einer eigenen e-Football-Liga, wie es sie in anderen Landkreisen schon gibt. „Die finalen Gespräche werden aber noch geführt. Zudem ist dies ein mittelfristiges Ziel, was den Vereinen auch entgegenkommt“, ist sich Fliess sicher. Schließlich würden immer mehr die Konsole ausweichen – die Vereine dürfen dabei die Augen nicht verschließen.

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