VfB/SC Peine darf weiter vom Aufstieg träumen

Peine.  Die 2. Badminton-Bundesliga soll Ende Februar wieder starten - die Regionalliga Nord hingegen könnte komplett abgebrochen werden.

Die Peiner Badmintonspieler Lucas Bednorsch und Lucas Gredner bereiten sich mit ihren Sportskameraden auf die weitere Spielzeit vor.

Die Peiner Badmintonspieler Lucas Bednorsch und Lucas Gredner bereiten sich mit ihren Sportskameraden auf die weitere Spielzeit vor.

Foto: Archiv

Für den VfB/SC Peine sieht es in der 2. Badminton-Bundesliga am Besten aus: Die Saison soll am 28. Februar fortgesetzt werden – es wird in den Planungen des Deutschen Badminton-Verbandes schon jetzt von einer Einfachrunde gesprochen. Die Rückserie wird daher vermutlich komplett wegfallen. Dort liegt die große Chance auf den Aufstieg für die höchst spielende Peiner Mannschaft. In der Regionalliga wird vermutlich abgebrochen.

Für den Re-Start haben die Peiner noch etwas mehr Zeit, als die direkten Konkurrenten. „Wir haben schon sechs Spiele gespielt und werden daher erst am Doppelspieltag im März eingreifen“, berichtet der Peiner Coach Heiner Brandes. Für die gegnerischen Teams geht es bereits Ende Februar mit einem Einzelspieltag los. So hat der VfB/SC mehr Zeit, sich vorzubereiten. Die körperliche Fitness habe kaum in der Corona-Zeit gelitten, allerdings fehle das spielerische Element komplett. „Wir konnten in keine Halle gehen und so fehlt uns ein wenig die Praxis“, so Brandes. Den gegnerischen Spielern erging es allerdings genauso – einen Nachteil zieht der Tabellendritte also nicht daraus.

Schwere Spiele für die Eulen

Bleibt es bei den Plänen für die Einfachrunde, stehen bei den Peinern noch vier Spiele an. Es geht ausnahmslos gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte. „Wir müssen noch gegen Refrath II, gegen Mülheim, Hohenlimburg und Solingen spielen“, berichtet Brandes. Der Peiner Coach hält die Spiele gegen Solingen und Hohenlimburg für machbar – dort könnten die Eulen die komplette Punkteausbeute holen. Beide Mannschaften leiden, laut Brandes, enorm darunter, dass ihre ausländischen Spieler durch das Corona-Virus nicht nach Deutschland kommen dürfen. Die direkten Tabellennachbarn Mülheim (4.) und Refrath II (2.) seien ein deutlich härterer Brocken.

Tagesform wird Spielausgang entscheiden

„Ich sehe uns da auf Augenhöhe. In diesen 50:50-Spielen wird die bessere Tagesform über den Ausgang entscheiden“, so der VfB/SC-Coach. Sechs Punkte sollen es werden, dann wäre ein Platz unter den Aufstiegsrängen möglich. Schließlich dürfen die Teams des TSV Trittau II und des TV Refrath II nicht in die 1. Bundesliga aufsteigen, da dort schon die ersten Teams spielen – es könne sonst zu Wettbewerbsverzerrungen kommen. Dabei wollten die Peiner eigentlich nur den Klassenerhalt sichern – nun winkt mit dem Abschneiden unter den ersten zwei Plätzen der ganz große Fang.

„Wir haben eine sehr gute Ausgangslage und auf dieser wollen wir auch aufbauen. Außerdem werden sich die Mannschaften von oben die Punkte in direkten Duellen gegenseitig wegnehmen“, gibt Brandes einen Ausblick auf die kommenden Wochen. Vier Wochen plant der Coach für die optimale Vorbereitung ein: Nur dann könne die Mannschaft die technischen Dinge gewinnbringend umsetzen. Voraussetzung dafür bleibt weiterhin, dass wieder ein gemeinsames Training in der Halle möglich ist.

SG Vechelde/Lengede bangt um die Spielzeit

Während der VfB/SC in den Startlöchern steht, könnte die Saison für die SG Vechelde/Lengede vorbei sein. Nur zwei Spiele konnte das SG-Team in der Badminton-Regionalliga absolvieren, dann mussten sie pausieren. Dies könnten auch die einzigen Spiele für diese Spielzeit gewesen sein – nach der Verlängerung der Saison-Unterbrechung bis Ende Februar halten die Peiner einen Abbruch für realistisch. „Es sieht nicht gut aus. Wir wünschen uns zwar das Weiterspielen, sehen aber auch die jetzige Corona-Situation“, so der Mannschaftskapitän Henning Zanssen. Die noch offenen Spiele können die Verantwortlichen vermutlich nicht hinten dran hängen. Die Hallenzeiten sind überall, besonders in den Großstädten, mehr als knapp. „In Vechelde ist das alles machbar, aber in Berlin sehe ich das sehr kritisch. Da wollen dann auch die anderen mal rein.“

Erfolg vom Saisonstart fortsetzen

Dabei hoffen die Vechelder, dass sie ihren grandiosen Saisonstart (zwei Spiele, zwei Siege) fortsetzen können. Der Aufstieg scheint dennoch kein Thema zu sein: „Wir wollen die Klasse halten und spekulieren nicht auf die oberen Plätze“, so Zanssen. Die 2. Bundesliga sei zu stark und auch der kleine Etat des Vereins würde für die weiten Fahrten und Meldegebühren vermutlich nicht ausreichen. „Die Liga in der wir spielen, ist die höchste Liga, die wir in Vechelde momentan erreichen können“, ist sich der Kapitän sicher.

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