Vikings gehen gegen Vandalismus vor

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Immer wieder finden die Vikings ein Schlachtfeld vor: Nun soll härter gegen die Störenfriede vorgegangen werden.

Immer wieder finden die Vikings ein Schlachtfeld vor: Nun soll härter gegen die Störenfriede vorgegangen werden.

Foto: Verein / regio-press

Vallstedt.  Am morgigen Donnerstag berät der Vallstedter Vorstand über weitere Maßnahmen.

Den Volleyballern der Vallstedt Vechelde Vikings reicht es: Erneut sind in den vergangenen Tagen unerwünschte Gäste auf die Beachanlage eingedrungen und haben eine Verwüstung hinterlassen. Nun wollen die Vereinsvorsitzenden die nächsten Schritte einleiten, damit sowas nicht mehr passiert – am Donnerstag tagt der Vorstand von Grün-Weiß Vallstedt genau zu diesem Thema.

„Wir blicken auf unsere Beachanlagen in Vallstedt und Vechelde, die hier doch mit viel Einsatz und Eigenarbeit Möglichkeiten für die Mitglieder geschaffen wurden um ihrem Hobby nachzugehen, mit sehr viel Stolz“, berichtet Thomas Junge, Pressewart der Vikings. Die Anlagen seien in der aktuellen Corona-Situation umso wichtiger. Schließlich ist ein eingeschränkter Trainingsbetrieb draußen wieder möglich, während die Sporthallen im Landkreis für die Mannschaftssportarten weiter gesperrt sind.

Am letzten Märzwochenende wurden beide Standorte mit tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder coronakonform, unter Beachtung der erstellten Hygienekonzepte, aus dem Winterschlaf geholt. Das Training lief in den vergangenen Wochen an und kam auch bei den Mannschaften sehr gut an. „Wir spielen momentan immer mit nur einem Partner. Das ist schwierig, macht aber nach so einer langen Zeit wieder richtig Bock“, sagt Vikings Co-Kapitän Oliver Wendt.

Schon in der Vergangenheit berichteten die Vikings des Öfteren über Beschädigungen oder Müll auf den Anlagen: „Leider mussten wir in der jüngeren Vergangenheit aber zunehmend feststellen, dass die Anlagen auch außerhalb des Trainingsbetriebs von fremden Personen bevölkert werden. Dagegen ist dem Grunde nach auch nichts einzuwenden. Allerdings passieren in diesem Zusammenhang auch so einige Dinge, über die wir uns maßlos ärgern. So fanden wir schon Asche vom Grillen im Sand vor, genauso wie zerschlagene Glasflaschen. Beides birgt erhebliche Verletzungsrisiken für die Sportler“, sagt Junge zu den Vergehen der Störenfriede.

Nach dem vergangenen Wochenende fanden die Spieler am Montag erneut ein Schlachtfeld vor. Die Werbebanner, die sonst an den Zäunen hängen, wurden gewaltsam heruntergerissen und die vorhandenen Bänke quer über die Anlage geworfen. Doch damit nicht genug: Auch die Reste von Joints entdeckten einige Spieler.. „Außerdem wurde augenscheinlich von einer größeren Gruppe, als momentan erlaubt ist, überall hingespuckt. Das geht überhaupt nicht, denn die Sportler laufen dort barfuß durch und verteilen das überall“, berichtet Junge über die Vorkommnisse.

Im Lauf der Corona-Krise häuften sich Vorfälle dieser Art. „Für uns bedeutet so etwas immer wieder aufräumen, reinigen und reparieren – ein Aufwand, auf den wir wahrlich gerne verzichten würden“, so der Vikings-Sprecher. Rechtlich gegen die unerwünschten Personen vorzugehen könnte sich schwerer gestalten, denn dafür müsste bekannt sein, wer für den Müll und die Zerstörungen verantwortlich ist. Eine Überwachung per Videokameras, deren Aufzeichnungen bei der Identifikation helfen könnten, müsste mit der Gemeinde als Eigentümerin der Flächen in Vallstedt und Vechelde geklärt werden. Denn das wäre eine Überwachung des öffentlichen Raums.

Die Vikings wollen zunächst auf ein anderes, einfaches und kostengünstiges, aber effektives Mittel zurückgreifen, erklärt Junge: „Wir haben uns immer dagegen gewehrt die Tore abzuschließen, denn der Ort sollte für alle zugänglich sein, die Volleyball spielen möchten. Nun werden wir uns ernsthafte Gedanken machen, ob es nicht doch sinnvoller wäre, sich abzuschotten. Das wollten wir nie, lässt sich aber nicht verhindern.“

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