Fußball

Vallstedt bekommt nach 0:3 gegen VfV Hildesheim frei

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Neuzugang Timo Richter (in Grün) und die Vallstedter Fußballer spielten gegen den Regionalligisten phasenweise sogar mit.

Neuzugang Timo Richter (in Grün) und die Vallstedter Fußballer spielten gegen den Regionalligisten phasenweise sogar mit.

Foto: Henrik Bode / regios24

Vallstedt.  Die Fußballer von Grün-Weiß Vallstedt haben im Freundschaftsspiel gegen den Regionalligisten vor allem in der Vereteidigung gut gestanden.

„Es ist für uns das größte Lob, dass die Hildesheimer jetzt noch Linienläufe machen müssen“, erklärte Trainer Dennis Spyra, nach dem Testspiel der Vallstedter Fußballer am Samstag. Anlässlich des 125. Vereinsgeburtstages hatten die Grün-Weißen den VfV Hildesheim zu Gast und boten dem Regionalligisten bei der 0:3 (0:1)-Niederlage ordentlich Paroli. Die Domstädter reisten zwar nicht mit voller Kapelle an, dennoch wussten die Hausherren mit einer stabilen Defensive zu überzeugen.

„Trainingsfrei, trainingsfrei, trainingsfrei“, jubelten Vallstedts Spieler direkt nach der Partie in ihrem Mannschaftskreis. „Weil wir nicht zweistellig verloren haben“, nennt Spyra den Grund, warum das Sonntagstraining ausfiel. Erst an diesem Montag absolvieren die Grün-Weißen noch eine Einheit, um sich auf die Auftaktpartie im Vechelder Gemeindepokal vorzubereiten – am Dienstag trifft der Vorjahresfinalist Vallstedt in Bettmar auf den TSV Denstorf.

Philipp Walther hatte das Tor für Grün-Weiß Vallstedt auf dem Fuß

Trainingsfrei hätten die Vallstedter Fußballer am Sonntag auch bekommen, wenn sie selbst ein Tor geschossen hätten. Und wenn sie beides geschafft hätten? „Dann hätte ich bestimmt noch ein 100-Liter-Fass Bier springen lassen müssen“, erklärte Dennis Spyra lachend. Und so weit waren die Vallstedter davon gar nicht entfernt.

Die aussichtsreichste Möglichkeit bot sich Mitte der zweiten Hälfte Philipp Walther. Der eingewechselte Juri Rudi schickte den Stürmer mit einem Steckpass auf die Reise, Walther enteilte den Hildesheimer Verteidigern und ging mit fokussiertem Blick auf das VfV-Tor zu. Sein wuchtiger Abschluss flog dann doch einen guten Meter über das Gästetor – ein Raunen der Zuschauer ging über den Platz.

Faire Geste: Vallstedts Christoph Spata schlägt möglichen Elfmeter aus

Die Vallstedter wagten einige offensive Vorstöße. „Wir wollten ein bisschen mitspielen“, erklärte Dennis Spyra. Und in der Defensive „haben wir gekämpft ohne Ende. Alle im Team haben sich aufgeopfert“, freute sich der GW-Coach. Vornehmlich Steven Felkl, David Meyer und Finn Rentel klärten im Zentrum die Bälle, über Außen versuchten Cedric Rentel und Roman Hetterle den Hildesheimern das Leben schwer zu machen. In Führung gingen die Gäste nach zehn Minuten, die beiden weiteren Tore erzielte der VfV nach der Pause jeweils mit einem direkten Freistoß.

Zu einem eigenen Treffer wären die Vallstedter in der 90. Minute dann doch noch fast gekommen. Dieses Mal hatten die Grün-Weißen Christoph Spata mit einem tiefen Pass geschickt. Nach ordentlichem Körpereinsatz des Gäste-Verteidigers im Sechzehner ging der Vallstedter zu Boden – ein Aufschrei bei den Fans. Nach kurzer Absprache mit seinem Assistenten fragte der Schiedsrichter direkt bei Christoph Spata nach. „Ich habe ihm gesagt, dass es kein Foul war“, erklärte der Vallstedter Offensivmann – Fairness geht eben vor.

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