FUSSBALL, HÄRKE-POKAL

Die Außenseiter kämpfen, aber die Favoriten siegen

| Lesedauer: 5 Minuten
Die Adler Handorf (grüne Trikots) unterlagen Marathon Peine im Viertelfinale mit 0:2.

Die Adler Handorf (grüne Trikots) unterlagen Marathon Peine im Viertelfinale mit 0:2.

Foto: Henrik Bode / regios24

Kreis Peine.  Die Adler Handorf wachen im Viertelfinale gegen Marathon Peine zu spät auf. Landesligist Lengede gibt sich beim TSV Clauen/Soßmar keine Blöße.

Die Überraschungen blieben im Viertelfinale des Härke-Pokals aus. Die jeweils klassenhöheren Fußballteams konnten sich durchsetzen und stehen im Halbfinale, das in zwei Wochen ausgetragen wird. Im Duell zweier Kreisligisten setzte sich Rot-Weiß Schwicheldt in Oberg durch (siehe gesonderter Bericht).

TSV Denstorf – TSV Sonnenberg 0:3 (0:0). Tore: Pascal Thomsen (2), Marten Schulz (1).

Nichts war es für den TSV Denstorf mit dem Halbfinaleinzug. In Runde 1 hatte das Team aus der 1. Kreisklasse noch den Bezirksligisten Teutonia Groß Lafferde ausgeschaltet, gegen den TSV Sonnenberg endete die Reise nun aber.

Dabei begannen die Hausherren vor stattlicher Kulisse besser und erspielten sich zwei gute Chancen. „Machen wir eine davon rein, hätte das Spiel sicher anders laufen können“, sagte Denstorfs Trainer Jens Hild. Sein Team setzte bis zum Pausenpfiff den Matchplan grandios um, presste Sonnenberg ab der Mittellinie an. „Sie haben sich damit sehr schwergetan“, erklärte Hild. Es ging aber torlos in die Kabine.

Aus dieser kamen die Sonnenberger besser raus – sie erzielten direkt die Führung. Bei den Gastgebern schwanden sichtbar die Kräfte, bis schließlich ein abgefälschter Schuss von Pascal Thomsen den Weg zum umjubelten zweiten Treffer ins Tor fand. Sonnenberg erhöhte noch auf 3:0, „dennoch war es einfach ein sehr schönes Vorbereitungsspiel kurz vor dem Ligaauftakt“, so Hild.

TSV Clauen/Soßmar – SV Lengede 0:4 (0:1). Tore: 0:1, 0:2 Michele Fassa (31., 53.), 0:3, 0:4 Marvin Oktay (60., 67.).

Die Vorfreude auf das Duell gegen den Landesligisten war bei Clauen/Soßmar trotz der angespannten Personallage riesig. „Hätte mir jemand vor dem Spiel gesagt, dass wir nur mit 0:4 verlieren, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagte TSV-Coach Sebastian Schütz. Der SV Lengede lief nahezu in Bestbesetzung auf und kontrollierte sofort das Spielgeschehen. Die Dominanz schlug sich jedoch erst kurz vor der Pause in Zahlen nieder. Schütz: „Wir haben leidenschaftlich verteidigt, dafür muss ich meinen Jungs ein großes Lob aussprechen.“ Nach dem Treffer von Lengedes Stürmer Michele Fassa ging es mit 0:1 aus TSV-Sicht in die Kabine.

Im zweiten Durchgang bot sich den Zuschauern ein ähnlicher Spielverlauf, dem Gastgeber fehlten nun aber die Konzentration und die Kondition. Genau das bestrafte der SV Lengede nun eiskalt und erzielte innerhalb von 14 Minuten drei weitere Treffer, vor denen der Clauener Coach den Hut ziehen musste: „Die waren allesamt sehr schön herausgespielt. Da hat man die Klasse im Lengeder Kader gesehen.“

Das Highlight aus Sicht der Hausherren folgte in der Nachspielzeit, als sie noch einen Schuss auf das Tor von Patrick Makiela abfeuerten. Der Lengeder Torwart „war dann sauer, weil er dadurch doch noch seine Sachen waschen musste“, scherzte Clauen/Soßmars zufriedener Trainer Sebastian Schütz.

Adler Handorf – Marathon Peine 0:2 (0:2). Tore: 0:1 Umut Salucu (2.), 0:2 Hannes Kopitzki (26.).

Früh zeichnete sich für die Adler aus Handorf ein bitterer Mittwochabend ab. Mit dem ersten Angriff gingen die Gäste aus Peine in Führung und kontrollierten fortan Ball und Gegner. „Ich habe 75 Minuten lang nur Marathon spielen sehen“, berichtete der ernüchterte Handorfer Trainer Philipp Wulfes. Diese Überlegenheit nutzte Marathon nach 26 Minuten erneut aus. Handorf versuchte zwar, noch vor der Pause den Anschlusstreffer zu erzielen, dies gelang jedoch nicht mehr.

Erst in den letzten 15 Spielminuten wachten die Hausherren noch einmal auf und erspielten sich noch hochkarätige Abschlüsse. Doch an diesem für die Adler gebrauchten Abend fanden diese nicht mehr den Weg ins Marathon-Tor. „Ich bin vom Ausgang des Spiels durchaus enttäuscht, weil ich weiß, dass wir es einfach besser können. Das hat man in der vergangenen Woche gesehen“, sagte Trainer Wulfes unter Verweis auf den 3:1-Sieg gegen Kreisligist Bosporus in Runde 1.

Der Härke-Pokal im Überblick

Achtelfinale: Mittwoch, 27. Juli, 19 Uhr

VT Union Groß Ilsede (1. KK) – TSV Clauen/Soßmar (KL)0:1 (0:1)

TSV Wendezelle (BL) – SV Lengede (LL)0:3 (0:1)

TuS Fortuna Oberg (KL) – TSV Arminia Vöhrum (BL)5:2 (4:1)

TSV Meerdorf (1. KK) – TSV Rot-Weiß Schwicheldt (KL)0:12 (0:6)

TSV Denstorf (1. KK) – SV Teutonia Groß Lafferde (BL)3:2 (2:0)

TSV Sonnenberg (BL) – SV Arminia Vechelde (BL)3:2 (2:0)

TSV Wipshausen (1. KK) – TSV Marathon Peine (KL)0:1 (0:0)

TSV Adler Handorf (1. KK) – SV Bosporus Peine (KL)3:1 (1:1)

Viertelfinale: Mittwoch, 3. August, 19 Uhr

TSV Clauen/Soßmar (KL) – SV Lengede (LL)0:4 (0:1)

Fortuna Oberg (KL) – Rot-Weiß Schwicheldt (KL)1:3 (0:2)

TSV Denstorf (1. KK) – TSV Sonnenberg (BL)0:3 (0:0)

Adler Handorf (1. KK)– Marathon Peine (KL)0:2 (0:2)

Halbfinale: Mittwoch, 17. August, 19 Uhr

Rot-Weiß Schwicheldt (KL) – SV Lengede (LL)

Marathon Peine (KL) – TSV Sonnenberg (BL)

Finale: Mittwoch, 14. September, 19 Uhr, Spielort noch unbekannt

Schwicheldt/Lengede – Marathon/Sonnenberg

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