Die SG STV/MTV hat den Aufstieg sicher

Salzgitter.  Nordwestdeutscher Volleyball-Verband legt Regelungen fest – Salzgitter hat wieder einen Regionalligisten.

Tobias Schneider und seine Mitspieler schlagen künftig in der Regionalliga auf.  

Tobias Schneider und seine Mitspieler schlagen künftig in der Regionalliga auf.  

Foto: Klaus Fraedrich / Regio-Press

Als die Corona-Krise den Sportbetrieb lahm legte, waren die Entscheidungen bei den Volleyballern schon weitgehend gefallen, aber noch nicht alle Spiele gespielt. Es blieb offen, wie es nach einem möglichen Abbruch der Saison mit Auf- und Abstieg weitergehen sollte. Nun herrscht Klarheit.

Nachdem der Deutsche Volleyballverband (DVV) am Dienstag auf seiner Internetseite eine Regelung für die Bundesligen, dritte und vierte Ligen bekannt gegeben hatte, wird sich der Nordwestdeutsche Volleyballverband (NWVV) diesem Vorgehen nach vorliegenden Informationen dieser Zeitung anschließen. Offiziell soll das am heutigen Donnerstag auf der Homepage des NWVV bekannt gemacht werden.

Nationale Regelung wird übertragen

Die Regelung sieht wie beim DVV vor, dass die bestehenden Abstiegs- und Aufstiegsregelungen lediglich für die Mannschaften gelten, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs als Aufsteiger oder Absteiger eindeutig und nicht mehr veränderbar feststanden. Die Qualifikations- und Relegationsspiele am Ende der Saison 2019/20 werden ersatzlos gestrichen.

Mannschaften, die beim Saisonabbruch auf einem Abstiegsplatz standen und rechnerisch noch einen Nicht-Abstiegsplatz erreichen konnten, erhalten das Angebot in der Saison 2020/21 in der Spielklasse zu bleiben, in der sie in der Spielzeit 2019/2020 gemeldet waren.

Für den Aufstieg gilt Ähnliches, solange nicht die Staffelstärke von maximal neun Mannschaften überschritten wird. Bis zum 15. April müssen die Mannschaften verbindlich mitteilen, ob sie das Angebot dieser Regelung annehmen wollen.

Erster aber kein Meister

Aus Salzgitter ist davon nur die Erstvertretung der SG STV/MTV Salzgitter betroffen, die bereits mehrere Spieltage vor Saisonende als Aufsteiger in die Regionalliga feststand. Meister allerdings darf sich der Erste der Oberliga 2 nicht nennen.

SG-Kapitän Kevin Wieloch war Mitte März, als der Saisonabbruch verkündet wurde, sehr mutig, als er gegenüber der SZ sagte: „Ich gehe davon aus, dass sichere Kandidaten den Aufstieg zugesprochen bekommen.“ Nun wird er also in seiner Annahme bestätigt. Über die Kaderzusammensetzung habe das Team noch nicht gesprochen. „Aber wir sind uns einig, dass wir in der Regionalliga antreten wollen, auch wenn aktuell noch nicht abzusehen ist, ob und wann die neue Saison startet“, so Wieloch. In der vierthöchsten Deutschen Spielklasse trifft die SG STV/MTV auch auf die Nachbarn USC Braunschweig II und Vikings Vallstedt/Vechelde. „Wir freuen uns auf die Lokalderbys natürlich am meisten. Die anderen Gegner kennen wir dann doch nicht so gut“, so Wieloch.

Andere Teams sind nicht betroffen

Für die anderen Volleyball-Mannschaften aus Salzgitter sind die jetzt geltenden Regelungen uninteressant. Die zweite Frauenmannschaft des MTV Salzgitter hatte in der Kreisliga nur noch theoretische Chancen, den Relegationsplatz zu erreichen. Die Relegation selbst aber entfällt nach dem jetzigen Beschluss.

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