TSV Salzgitter verliert den Zusatzpunkt

Lebenstedt.  Auch die neuerliche Bestleistung von Jörg Brandenburg reicht in der 2. Kegel Bundesliga nicht aus.

Mit 952 Holz stellte Jörg Brandenburg eine neue persönliche Bestleistung auf den heimischen Bahnen des TSV Salzgitter auf.

Mit 952 Holz stellte Jörg Brandenburg eine neue persönliche Bestleistung auf den heimischen Bahnen des TSV Salzgitter auf.

Foto: Dennis Lendeckel / regio-press

Nach zwei überragenden Blöcken mussten die Kegler des TSV Salzgitter in der 2. Bundesliga Nord am Samstag auf den heimischen Bahnen eine bittere Pille schlucken und den Zusatzpunkt aus der Spielerwertung doch noch abgeben.

TSV Salzgitter – SC Reckenfeld 5175:4926 (46:32, 2:1)

Trotz des ersten Geisterspiels in der Kegel-Geschichte der Leben-stedter, die aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen keine Besucher erlaubten, hätte es ein richtig schöner Tag werden können. Denn zum einen gaben alle Tabellennachbarn und Verfolger zuhause einen Punkt ab und zum anderen erzielte der TSV an Dirk Henningsens Geburtstag eine neue Saisonbestleistung mit 5175 Holz, wobei vor allem Jörg Brandenburg hervorstach.

Bereits am letzten Heimspieltag kegelte Brandenburg mit 943 Holz wie von einem anderen Stern. Gegen Reckenfeld trumpfte er im ersten Block noch größer auf. Jeweils 242 Holz gelangen ihm auf den ersten zwei Bahnen. Dem ließ er 227 im dritten Umlauf und 241 auf der vierten Bahn folgen, womit das Zählwerk bei 952 Holz stehen blieb. Die neue persönliche Bestleistung des Lebenstedters war erwartungsgemäß auch der Tagesbestwert.

In seinem Schlepptau mühte sich Kapitän Philipp Unger zu 845/7 Holz, weil ihm zu wenige Neuner-Reihen gelingen wollten. Trotz des überragenden Brandenburg nahmen die Hausherren ihren Gästen damit nur 99 Holz ab, denn der starke André Ahlers überspielte mit 871/9 Holz Unger deutlich. Jonas Müller kam auf ordentliche 827/5 Holz, die später zum Zünglein an der Waage werden sollten.

Im zweiten Block gingen Stefan Weber und Geburtstagskind Dirk Henningsen auf die Bahnen. Nach mittelmäßigen 205 Holz auf der ersten Bahn nahm Henningsen mächtig Fahrt auf und verpasste die 900er Schallmauer mit 896/10 Holz nur um Haaresbreite. Auch Weber hatte den nötigen Biss, um trotz einer 207 im zweiten Durchgang noch starke 869/8 Holz zu kegeln. „Beide haben ihre Aufgabe ausgezeichnet gelöst und super gekegelt“, stellte Brandenburg ein gutes Zeugnis aus.

Doch einen schweren Schock hatten die TSVer dennoch zu verkraften. Reckenfelds Stefan Lampe startete auf der ersten Bahn in der Räumgasse mit 12 Neunern in Folge, die ihm 246 Holz einbrachten. Auf der vierten Bahn legte er noch einmal 240 nach, die ihn am Ende auf 902/11 Holz und die Gäste ganz nah an den Zusatzpunkt katapultierten. Gleichzeitig kam Michael Reisch nur auf 769/2 Holz, so dass zumindest der Tagessieg für den TSV, der seinen Vorsprung auf 193 Holz ausbaute, so gut wie sicher war.

Im dritten Block war die Maßgabe klar. Felix Simmert und Carsten Warnecke mussten die 827 Holz von Müller überbieten und auf der Gegenseite durften Michael Schlüter und Dieter Stumpe diese Marke nicht übertreffen. Stumpe schien sich daran zu Beginn nicht halten zu wollen, doch auf den letzten beiden Bahnen brach er völlig ein und kam am Ende nur auf 767/1 Holz, während Schlüter mit 790/4 ebenfalls keine Sorgen bereitete.

Simmert startete verheißungsvoll mit 222 Holz zum Auftakt, doch schwache 183 im Anschluss gaben Anlass für kleinere Sorgenfalten. Doch mit sehr guten 235 machte er den Fauxpas wieder wett und kam am Ende mit 833/6 Holz. Das dicke Ende kam allerdings bei Carsten Warnecke. „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals zuhause nur 780/3 Holz gekegelt habe“, ging er selbst am härtesten mit sich ins Gericht. Denn damit verlor der TSV den Zusatzpunkt aus der Spielerwertung an die Gäste. „Wer bei uns 871 und 902 Holz als Gast kegelt, hat sich diesen Punkt verdient“, so Brandenburg.

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