Herzöge-Basketballer starten die Mission Klassenerhalt

Wolfenbüttel.  Der Aufsteiger aus Wolfenbüttel trifft in der 1. Regionalliga auf finanzstarke ambitionierte Vereine.

Der Kader der Herzöge – mit Coach Thorsten Weinhold (rechts) und Mannschaftsbetreuer Joachim Bößmann (links).

Der Kader der Herzöge – mit Coach Thorsten Weinhold (rechts) und Mannschaftsbetreuer Joachim Bößmann (links).

Foto: Olaf Hahn / regio-press

Eine grandiose Saison in der 2. Basketball-Regionalliga liegt hinter MTV/BG Wolfenbüttel. Die Herzöge gewannen bis zur Corona-Unterbrechung jedes Spiel und hatten auch die ärgsten Konkurrenten aus dem Weg geräumt. Der verdiente Aufstieg war zum Schluss nur noch Formsache.

Jetzt steht in der vierthöchsten deutschen Spielklasse zunächst eine Saison der Demut bevor. Denn dort sind einige Teams finanziell zu stark aufgestellt – unter anderem Wolmirstedt. „Die haben einen Kader, mit dem sie in der ProB in den Playoffs mitspielen würden“, sagt Herzöge-Trainer Thorsten Weinhold. Auch SG Langenhagen gehöre zu den absoluten Topfavoriten der Staffel. „Die Mannschaft hat einen professionellen Anstrich“, sagt der Wolfenbütteler Trainer, der auch TSG Westerstede, Rasta Vechta und Königs Wusterhausen zu den Topteams der Liga zählt.

„Aufgrund des Finanzvolumens mancher Vereine ist die Liga dieses Jahr wie eine kleine 2. Bundesliga einzustufen“, findet Weinhold. Für die Herzöge bedeute das: „Wir müssen vier Mannschaften finden, die wir hinter uns lassen können. Das geht nur, wenn wir den Kader noch um mindestens zwei Spieler komplettieren“, sagt der Coach. Das Ziel heißt: Klassenerhalt. Fallobst und Punktelieferanten gebe es in dieser Liga jedenfalls nicht. Beim Kampf um den Klassenerhalt wird wieder der US-Guard Keith Hayes helfen. Er war der mit Abstand beste Punktesammler der 2. Regionalliga in der vergangenen Saison. Aufgrund der Aus- und Einreisebeschränkungen war sein erneutes Engagement zeitweise fraglich. Nun ist er aber schon seit zwei Wochen wieder in Wolfenbüttel und trainiert mit der Mannschaft.

Der zweite „Import“-Spieler der Aufstiegsmannschaft, Mirko Derek, kehrt dagegen nicht zurück. Seinen Platz nimmt der junge holländische Aufbauspieler Sven Cikara ein, der zuletzt für die Braunschweiger Juniorlöwen in der Nachwuchsbundesliga im Einsatz war.

Zu den Neuzugängen gehört außerdem der gebürtige Wolfenbütteler Marc Aniol, der jetzt ebenfalls aus Braunschweig kommt und bei den Herzögen seine zuletzt gute Entwicklung weiter fortsetzen soll. Leif Jacobsen ist ein weiterer Zugang von den Löwen. „Er ist in Braunschweig unter dem Radar geflogen, weil er erst seit zwei Jahren Basketball spielt. Wir werden ihn sukzessiv an das Regionalliga-Niveau heranführen“, kündigt Weinhold an.

Wegen der Abgänge von Henje Knopke, Philipp Tetzel (der noch im Training aushilft) und Kai Seidel sei aber auf den Positionen 1 und 2 noch nachzurüsten, findet Weinhold. Der aktuelle Kader hinke zudem noch seinen Möglichkeiten hinterher, weil einige Spieler aus unterschiedlichen Gründen Teile der Vorbereitung verpasst haben oder jetzt noch verletzt sind – wie Elias Güldenhaupt, der beste deutsche Punktesammler der 2. Regionalliga in der vorigen Saison. „Ich bin froh, dass wir nach unserem Auftakt erstmal ein spielfreies Wochenende haben. Die Zeit müssen wir nutzen“, sagt Weinhold.

Das Training habe schon sehr professionelle Züge, betont der Coach. Viermal pro Woche stehe Mannschaftstraining auf dem Programm, dreimal individuelles und Wurftraining sowie zweimal Kraft und Körper. Es soll nichts dem Zufall überlassen werden. In dieser Saison wird es auf jeden Zähler ankommen.

1. Spiel: MTV/BG Herzöge Wolfenbüttel – TSG Bergedorf (Samstag, 19.15 Uhr, Landeshuter Platz).

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