Fußball-Landesliga

Angriff ist für Germania Wolfenbüttel die beste Verteidigung

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Gino Path (links) und der BV Germania steigen am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Nörten-Hardenberg in die Landesliga-Saison ein. 

Gino Path (links) und der BV Germania steigen am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Nörten-Hardenberg in die Landesliga-Saison ein. 

Foto: Olaf Hahn / regios24

Wolfenbüttel.  Der Aufsteiger bekommt es am ersten Spieltag gleich mit Schwergewicht SSV Nörten-Hardenberg zu tun. Sich zu verstecken, ist keine Option.

Zum Auftakt ein echter Brocken: „Der SSV Nörten-Hardenberg ist für mich eines der Topteams der Liga.“ Das sagt Habil Turhan, Trainer des BV Germania Wolfenbüttel, der am Sonntag (15 Uhr) mit seiner Mannschaft im heimischen MKN-Sportpark dieses Schwergewicht der Fußball-Landesliga empfängt.

Verstecken werde sich seine Elf in ihrem ersten Spiel nach fünf Jahren in Deutschlands sechsthöchster Liga aber nicht, versichert Turhan. „Ich werde meinen Jungs keine Fesseln anlegen“, betont der 42-Jährige. Warum auch? Schließlich sei seine Mannschaft „angriffslustig“, so Turhan, der ihr diese Mentalität nicht nehmen wolle.

Germania fehlen die Freigaben – Kajolli steht zur Verfügung

Dass Germanias Trainer am Sonntag noch nicht seine Wunschformation auf den Rasen schicken kann, hat ärgerliche Gründe. Für einige potenzielle Zugänge liegen noch keine Freigaben der abgebenden Vereine, stattdessen aber horrende Ablöseforderungen in Größenordnungen von mehreren Tausend Euro vor. Und auf die einzugehen ist laut Turhan beim BV Germania niemand bereit.

Immerhin: Germanias Angriffshoffnung Fisnik Kajolli, einer jener Zugänge, der eine Zeit lang in der Warteschleife hing, ist spielberechtigt. Auf die Turhans Auffassung nach zu hohen Ablösezahlung des Bezirksligisten Arminia Vechelde gingen die Germania-Verantwortlichen nicht ein. „Da gab es keine Verhandlungsbasis“, betont Turhan. Also statteten die Wolfenbütteler den 21-Jährigen kurzerhand mit einem Amateurspieler-Vertrag aus – mit der Folge, dass Kajolli gegen Nörten-Hardenberg spielberechtigt ist.

Auch Nörten-Hardenberg legt prominent nach

Nicht nur die Wolfenbütteler haben im Angriff nach dem Weggang ihres Torjägers Rico-Rene Frank (Germania Bleckenstedt) mit Kajolli und Außenbahnspieler Gino Path personell nachgelegt, auch Nörten war nicht untätig. Für seinen Angriff eiste der Klub aus dem Kreis Northeim Torjäger Melvin Zimmermann vom Oberligisten HSV Hannover los und lotste ihn Richtung Südniedersachsen. Gemeinsam mit Lucas Duymelinck und Nils Hillemann dürfte Zimmermann eine der Top-Angriffsreihen der Landesliga bilden. Mit Zuspielen versorgt wird dieses Trio von Thorben Rudolph, der in Nörtens offensivem Mittelfeld die Fäden zieht.

Turhan nahm Nörten vergangenen Sonntag in Walkenried im Bezirkspokal-Erstrundenspiel beim Kreisligisten VfB Südharz (3:1) unter die Lupe. „Nörten hat viele Denker und Lenker in seinen Reihen“, weiß Turhan. „Das ist eine enorm abgezockte Truppe.“ Verstecken werde sich seine Elf indes nicht. Der Angriff sei noch immer die beste Verteidigung.

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