Pervan über Streit mit Tisserand: Der Frust musste raus

Wolfsburg.  Bei RB zofften sich Torhüter und Abwehrspieler. Doch Pervan glättete die Wogen in der Kabine. „Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.“

Pavao Pervan.

Pavao Pervan.

Foto: Darius Simka / regios24

Pavao Pervan ist einer der höflichsten und nettesten Profis des VfL Wolfsburg. Der 31 Jahre alte Österreicher grüßt immer freundlich, beantwortet jede Frage eloquent und ist auch im Kollegenkreis hoch angesehen. Doch Pervan kann auch anders. Das bekam Abwehrspieler Marcel Tisserand im Bundesliga-Spiel des VfL in Leipzig zu spüren (1:1). Kurz vor der Pause schrien sich Torhüter und Abwehrspieler über mehrere Meter Entfernung an und mussten von ihren Mitspielern beruhigt werden.

Was war da los? „Ich war einfach sauer wegen einer Situation kurz zuvor, und der Frust musste raus“, sagte Pervan. „Marcel konnte gar nichts dafür, er war nur zur falschen Zeit am falschen Ort.“ Nach dem Remis konnte der Österreicher über die Szene schon wieder lachen, denn bereits im Kabinengang hatten die beiden Protagonisten die Lage geklärt. Pervan sah aber ein, dass er so etwas beim nächsten Mal lieber gleich in der Kabine abseits des öffentlichen Geschehens und etwas ruhiger ansprechen wird. Der Österreicher: „Es war wirklich nicht böse gemeint, nur positiv. Es ging nur um die Sache. Ich habe mich in dem Moment einfach so gefühlt, bei mir ist es so: Was raus muss, muss raus.“

Und so lange so eine Aufrüttelaktion dem gemeinsamen Ziel dienlich ist, sollte diese nicht allzu hoch gehängt werden. Pervan jedenfalls konnte nach der Partie schon wieder lachen. Auch über ein sportliches Novum: „20 Spiele ohne Niederlage – das hatte ich noch nie“, sagte der Torhüter, der derzeit noch Koen Casteels vertritt. „Das haben auch die wenigsten von uns schon mal erleben dürfen.“

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