Tiki-Taka-Tor: Xaver Schlager ist auf dem Weg zurück

Gelsenkirchen.  Der 23 Jahre alte Österreicher des VfL Wolfsburg wird wieder formstärker. Oliver Glasner lobt Österreichs Nationaltrainer Franco Foda.

Xaver Schlager machte nicht nur wegen seines Tores ein gutes Spiel gegen Schalke 04. 

Xaver Schlager machte nicht nur wegen seines Tores ein gutes Spiel gegen Schalke 04. 

Foto: Tim Rehbein / regios24

Dieses Tor hatte Tiki-Taka-Charakter . Jérôme Roussillon eröffnete den Spielzug auf Wout Weghorst, der ließ die Kugel klatschen auf Xaver Schlager, der leitete sie weiter zu Renato Steffen, der gab sie wieder zu Weghorst, der sie für Schlager anstupste, der nunmehr wunderbar freigespielt war im Strafraum und keine Mühe hatte, am Ende dieser starken Kombination, das 2:0 für den VfL Wolfsburg zu erzielen.

Dieser Treffer Schlagers war nicht nur der Höhepunkt der grün-weißen Dominanz gegen den heillos überforderten FC Schalke , sondern er bedeutete später auch den Endstand der Bundesliga-Partie im Ruhrgebiet. „Schön gespielt“, kommentierte der auch sonst nicht zum verbalen Überschwang neigende Torschütze selbst. „Der Treffer war wunderbar herausgespielt“, freute sich etwas stärker Oliver Glasner.

Glasner jubiliert, Schlager stabilisiert

Der 46 Jahre alte Österreicher war hocherfreut über die Leistung seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten. Danach ließ sie jedoch etwas nach, was den Schalkern mehr Zugriff in den Zweikämpfen und Räume in der Offensive ermöglichte. Allerdings blieb es beim 2:0. Was auch an Schlager lag.

Auf dem Weg zu alter Stärke

Der 23 Jahre alte Österreicher scheint nach schwierigen Monaten wieder auf dem Weg zurück zu alter Stärke zu sein. Schon vor der corona-bedingten Zwangspause wirkte der Mittelfeldspieler überspielt und müde, nach Wiederanpfiff der Saison verfestigte sich dieser Eindruck. Eine Pause hätte ihm gutgetan. Er bekam sie allerdings nicht. Durch den eingeschobenen VfL-Auftritt im Achtelfinale der Europa League bei Schachtar Donezk und den Länderspielen Anfang September hatte der Mittelfeldspieler kaum Zeit, durchzuschnaufen. „Das“, sagt Landsmann Glasner, „darf man nicht vergessen.“

„Er wirkt frischer“

Nach und nach arbeitete sich sein Schützling aber aus dem Tief heraus. „Er wirkt jetzt frischer, auch vom Kopf her“, sagt der Trainer, der die hohen Belastungen der Nationalspieler mit bewusst gesetzten Auszeiten zu steuern versucht, damit sich diese auch mal wirklich die Ruhepausen nehmen können, die der Körper benötigt.

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Glasners Lob an Foda

Vor dem Schalke-Spiel waren die Nationalspieler zum letzten Mal in diesem Jahr für ihre Auswahlteams im Einsatz. Schlager gehörte wie immer zum österreichischen Aufgebot. Doch zu Nationaltrainer Franco Foda hat Glasner offenbar einen guten Draht. Der Wolfsburger Trainer hatte darauf hingewiesen, dass Schlager in den vergangenen Monaten schon höchstbelastet war. „Also nominierte ihn der Nationalcoach gar nicht erst fürs erste Spiel, und im dritten hat er Xaver dann nach etwa 60 Minuten vom Platz genommen“, sagt Glasner.

So hatte Schlager genügend Körner übrig für die VfL-Partie, in der er spielbestimmend auftrat. Nicht nur dank seines schönen Treffers.

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