Nach Remis-Rekord: Werder will Wolfsburgs Serie brechen

Wolfsburg.  Am Freitag treffen mit dem VfL Wolfsburg die ehemaligen auf die aktuellen Remis-Könige der Fußball-Bundesliga: Werder Bremen.

Unter Remis-Königen: Die Wolfsburger von Trainer Oliver Glasner (rechts) waren mit vier Unentschieden in die Saison gestartet. Die Bremer von Coach Florian Kohfeldt stehen aktuell bei fünf Remis in Serie. Wobei der letzte Auftritt mit dem 1:1 bei den Bayern verheißungsvoll war.

Unter Remis-Königen: Die Wolfsburger von Trainer Oliver Glasner (rechts) waren mit vier Unentschieden in die Saison gestartet. Die Bremer von Coach Florian Kohfeldt stehen aktuell bei fünf Remis in Serie. Wobei der letzte Auftritt mit dem 1:1 bei den Bayern verheißungsvoll war.

Foto: gumzmedia/nordphoto / xim.gs

Florian Kohfeldt hatte in Gänze nicht besonders viel übrig für den „langweiligsten Rekord der Historie“. Mit dem Auftritt seines SV Werder Bremen beim 1:1 beim FC Bayern durfte der Trainer der Hanseaten aber sehr zufrieden sein. „Ich weiß nicht“, sagt Clemens Fritz, „wann wir uns das letzte Mal so viele Chancen in München erarbeitet hatten.“

Trotz des guten und mutigen Auftritts der Bremer, den nicht nur der Leiter der Lizenzspieler-Abteilung lobte, stand nach 90 Minuten in München ein 1:1 – wieder einmal. Es war das fünfte 1:1 in Serie, das Kohlfelds Team den eingangs erwähnten Langeweile-Rekord einbrachte. Damit treffen die aktuellen Remis-Könige der Bundesliga am Freitag (20.30 Uhr, Dazn) auf die ehemaligen. Denn auch der VfL Wolfsburg hat solch eine Phase schon erlebt.

So lief’s zu Saisonbeginn beim VfL: Der VfL Wolfsburg strickt wieder an einer Unbesiegt-Serie

Beim VfL geht die Tendenz inzwischen nach oben

Mit vier Unentschieden war das Team von Trainer Oliver Glasner in die neue Bundesliga-Spielzeit gestartet. „Wir sind hier in der Mittelmäßigkeit verhaftet“, sagte Sportchef Jörg Schmadtke noch im Oktober. Mitte November und vier Bundesliga-Partien später sieht die Wolfsburger Welt ganz anders aus: viel besser. Denn aus den jüngsten vier Spielen holte Glasners Auswahl zehn Punkte. Einzig bei der Hertha in Berlin (1:1) gab es ein weiteres Remis, Bielefeld (2:1), Hoffenheim (2:1) und zuletzt Schalke (2:0) wurden besiegt. So grüßen die Grün-Weißen vorm Nordduell am Freitagabend von Platz 6.

Während den Wolfsburgern gegen Bremen sicher Marin Pongracic (Covid-19) und Daniel Ginczek (Rücken) fehlen werden, und um Kapitän Josuha Guilavogui (muskuläre Probleme) noch gebangt wird, hat der Gegner kaum personelle Sorgen. Nur eine – aber die ist groß und bedeutend. Niclas Füllkrug , der beste Bremer Mittelstürmer, fehlt schon seit Wochen wegen muskulärer Probleme. Und es klingt danach, als müsste Füllkrug auch am Freitag noch passen. „Wir müssen abwarten, wie sich die nächsten Tage bei ihm entwickeln und wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann“, sagt Fritz. „Aber die Chancen stehen nicht sehr gut, dass er in Wolfsburg dabei sein kann. Wir wollen kein Risiko eingehen.“

Werder bangt um Füllkrug, die Brust ist trotzdem breit

Ob mit oder ohne Füllkrug: Die Bremer haben eine breite Brust, seit sieben Spielen sind sie schließlich unbesiegt – und das 1:1 bei den Bayern hat das Selbstvertrauen noch einmal anwachsen lassen. „Die Leistung in München war wirklich sehr gut“, sagt Fritz. „Aber wir haben keinen Grund, uns auf irgendetwas auszuruhen.“ Dass die Hanseaten so lange unbesiegt sind, „freut uns natürlich“, sagt der Ex-Profi. „Aber wir wollen auch Schritte nach vorne machen. Und dafür müssen wir Spiele gewinnen.“ Der VfL will das am Freitagabend verhindern – im Duell der ehemaligen mit den aktuellen Remis-Königen der Liga.

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