„Extrem viel Slapstick“ in der Defensive des VfL Wolfsburg

Wolfsburg.  Die VfL-Torschützen Baku und Weghorst kritisieren bei aller Freude über den Sieg gegen Werder vor allem das Spiel in der zweiten Hälfte.

Jérôme Roussillon ärgert sich (in Grün). Werder hatte nach einem Patzer von Maxence Lacroix gerade das 1:0 erzielt. 

Jérôme Roussillon ärgert sich (in Grün). Werder hatte nach einem Patzer von Maxence Lacroix gerade das 1:0 erzielt. 

Foto: Darius Simka / regios24

Der 300. Sieg des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga war härter erkämpft als nötig. Beim 5:3 (3:2) am Freitagabend gegen Werder Bremen in der leeren VW-Arena legten die eigentlich überlegenen „Wölfe“ ihren Gästen drei Tore auf. Da war „extrem viel Slapstick“ dabei, fand VfL-Torschütze Ridle Baku. „Wir sind einfach froh, dass wir am Ende den Deckel draufgemacht und die drei Punkte eingefahren haben.“

Denn das Erlebte musste der Neu-Nationalspieler erst einmal verarbeiten. „Ein unfassbares Spiel, acht Tore, es war ein Hin und Her“, sagte er staunend. Für ihn selbst lief es wieder ausgezeichnet. Seit seinem Wechsel aus Mainz nach Wolfsburg gehört er zu den Beständigsten im Team. „Ich spiele einfach frei auf, aktuell habe ich einen Lauf und habe auch Spaß, auf dem Platz zu stehen. Wenn man dann noch Tore machen und der Mannschaft helfen kann, bin ich umso fröhlicher“, zog er eine persönliche Zwischenbilanz.

Doch bei aller Freude – die defensiven Probleme waren auch Baku nicht verborgen geblieben. „Wir kommen aus der Halbzeitpause raus und starten mit so einem Eigentor, finden dann auch nicht richtig ins Spiel hinein und haben zum Schluss auch noch ein bisschen Glück, dass wir die Fehler der Bremer ausgenutzt haben“, sagte er selbstkritisch. Beim ersten Werder-Treffer hatte Maxence Lacroix gepennt, vor dem zweiten Jérôme Roussillon völlig unnötig eine Ecke verursacht, die dann zum Treffer führte. Und Bremens drittes Tor war ein kurioses Eigentor John Anthony Brooks’. Alle drei Werder-Tore hatten die Wolfsburger mal mehr, mal weniger zu verantworten.

Auch Bakus vorne zweimal erfolgreicher Teamkollege Wout Weghorst legte den Finger in die Wunde. „Schon in den vergangenen Spielen waren wir nach Führungen zu passiv. Deshalb wollten wir nun nach der Pause besonders gut starten und aufs 4:2 zu gehen. Dass wir dann so ein Gegentor bekommen, ist natürlich unglücklich. Daraus müssen wir lernen“, sagte der Niederländer und forderte: „Wir müssen schärfer und fokussierter aus der Kabine kommen. Unsere zweite Halbzeit fand ich nicht gut.“

Doch Schwamm drüber! Baku brachte es auf den Punkt: „Ich bin einfach glücklich, dass wir am Ende die drei Punkte eingefahren haben.“ Es war der Jubiläums-Sieg des VfL.

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