Positiv: Alle Corona-Tests des VfL Wolfsburg sind negativ

Wolfsburg.  Der Bundesligist nimmt die Vorbereitung aufs Spiel gegen RB Leipzig auf. Mit Lacroix, aber ohne sieben Profis. Klaus wiederum steht vor dem Absprung.

Oliver Glasner (links), der Trainer des VfL Wolfsburg, musste seine Mannschaft zuletzt häufig umbauen wegen Corona-Infektionen. Josuha Guilavogui und Koen Casteels blieben bisher verschont - haben aber auch Angst, sagt der Franzose.

Oliver Glasner (links), der Trainer des VfL Wolfsburg, musste seine Mannschaft zuletzt häufig umbauen wegen Corona-Infektionen. Josuha Guilavogui und Koen Casteels blieben bisher verschont - haben aber auch Angst, sagt der Franzose.

Foto: Darius Simka / Regios24

Der VfL Wolfsburg gehört mit neun offiziellen Fällen zu den am stärksten vom Coronavirus getroffenen Teams der Fußball-Bundesliga. Nach der Weihnachtspause hatte es als bisher letzten Infizierten Torhüter Pavao Pervan getroffen. Der 33 Jahre alte Österreicher hatte allerdings kaum Symptome und trainiert mittlerweile wieder ganz normal mit seinen Kollegen.

Doch es gibt andere Krankheitsverläufe innerhalb des Kaders. Renato Steffen etwa verriet am Sonntag im „Sportclub“ des NDR, dass er noch heute ab und an einen Druck auf der Brust spüre, mehrere Monate nach seiner Covid-19-Infektion. Bei Josip Brekalo und Maximilian Arnold dauerte es lange, bis Geschmacks- und Geruchssinn zurückkehrten. Und Maxence Lacroix, Marin Pongracic sowie Jérôme Roussillon werden vom Klub derzeit ganz besonders beobachtet.

Beim Training am Dienstag war nur Lacroix dabei. Er könnte am Samstag wieder an Bord sein, bei Pongracic und Roussillon sieht’s weniger gut aus. Da empfängt der VfL von 15.30 Uhr an den Tabellenzweiten RB Leipzig.

Corona-Erkrankung und die Folgen: Spieler sind sensibilisiert

Lacroix und Roussillon hatten zuletzt aus Vorsicht, wie es heißt, ganz gefehlt; Pongracic musste beim 2:2 gegen Union Berlin mit „Luftproblemen“ in der Halbzeit vom Platz , sagte Trainer Oliver Glasner. Sind es bei ihnen Folgen der Corona-Erkrankungen? Unklar, aber möglich. Roussillon hat beispielsweise noch immer keine Trainingsfreigabe nach seiner Infektion vor Weihnachten. Alle Beteiligten haben mit den Unwägbarkeiten der Infektionen zu kämpfen. Eine Blaupause für die Behandlung jedes Spielers, so viel ist klar, gibt es nicht. Zu unterschiedlich sind die individuellen Krankheitsverläufe. Zu unbekannt die Langzeitfolgen.

Auch die Spieler sind sensibilisiert. Als Lacroix und Roussillon vor Weihnachten positive Tests vorwiesen, „habe ich auch richtig Angst bekommen“, sagt Josuha Guilavogui. Der Franzose hängt viel mit seinen Landsleuten ab, es schrillten daher seine Alarmglocken. Aber alle Tests blieben negativ - zum Glück für ihn. Andere traf es. Arnold zum Beispiel musste die Feiertage ohne seine Frau und die beiden kleinen Kinder alleine in Wolfsburg verbringen. „Das will ich nie wieder erleben“, sagt der 26-Jährige. Er war positiv getestet und in Quarantäne verfrachtet worden.

Neueste Testreihe verläuft ohne Befund

Die Testreihe am Dienstag verlief ohne Befund - Aufatmen in Wolfsburg. „Der Verein ergreift alle Maßnahmen“, lobt Guilavogui. Aber man könne sich noch so häufig die Hände waschen und eine Maske tragen - der Virus finde seinen Weg. „Wenn Corona da ist, ist Corona da“, sagt der Franzose. Als Maßnahme hatte der VfL schon vor Weihnachten die gemeinsamen Mahlzeiten der Spieler gestrichen, dazu werden sie im Trainingsalltag auf mehrere Kabinen aufgeteilt. „Wir können nicht viel mehr machen“, sagt Guilavogui. Die Angst bleibt, die Ungewissheit auch.

Die hat auch Felix Klaus derzeit - über seine sportliche Zukunft. Der Angreifer soll ein Thema bei Hannover 96 sein. Doch bis Wochenbeginn hatte sich kein Vertreter des Zweitligisten beim VfL gemeldet, der seinerseits gesprächsbereit wäre. Fortuna Düsseldorf mit Ex-VfL-Sportchef Klaus Allofs soll bei dem Angreifer allerdings ernst machen. Gut möglich, dass Klaus den VfL in Richtung Klaus Allofs verlässt.

Im Teamtraining am Dienstag fehlte Klaus, übte individuell. Ebenfalls nicht dabei waren Jeffrey Bruma (Quarantäne wegen eines Corona-Falls im familiären Umfeld), Lino Kasten (Bauchmuskelzerrung), Paulo Otavio (leichte Probleme) und Josip Brekalo (Prellung).

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