Bundesliga-Auftakt

Für Max Kruse kommt Ex-Klub Werder Bremen zu früh

| Lesedauer: 3 Minuten
Max Kruse begann seine Profi-Karriere einst bei Werder Bremen. Seit vergangenem Winter ist er wieder beim VfL.

Max Kruse begann seine Profi-Karriere einst bei Werder Bremen. Seit vergangenem Winter ist er wieder beim VfL.

Foto: Swen Pförtner / dpa

Wolfsburg.  Der Routinier ist laut Trainer Niko Kovac für den Bundesliga-Auftakt keine Alternative für die Startelf des VfL Wolfsburg.

Es reicht nicht! Die Partie des VfL Wolfsburg gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr, VW-Arena) kommt für Max Kruse zu früh. Es werde „kein Startelfeinsatz“ für den 34-Jährigen, sagt Wölfe-Trainer Niko Kovac.

Den Linksfuß hatten zuletzt Wadenprobleme geplagt. Auch den knappen 1:0-Erfolg der Grün-Weißen beim DFB-Pokalspiel in Jena musste er vom Sofa aus verfolgen, weil ein grippaler Infekt einen Einsatz verhinderte. „Er hat sicher noch etwas Nachholbedarf“, sagt Kovac. Schade für den Routinier. Schließlich ist das Aufeinandertreffen mit Werder für ihn mit einer besonderen Bedeutung belegt. In Bremen startete Kruse im Jahr 2007 seine Profilaufbahn, markierte in 94 Pflichtspielen 35 Tore und 31 Vorlagen für den Klub von der Weser.

Werder Bremen erwägte Rückholaktion von Max Kruse

In diesem Sommer hätte es sogar zu einer Rückkehr kommen könne. Der im Winter in die VW-Stadt gewechselte Kruse hatte eine besondere Klausel in seinem Vertrag. Weil der VfL sich von Trainer Florian Kohfeldt trennte, hätte er den VW-Klub für eine geringe Ablösesumme verlassen dürfen. Und Werder zog eine Rückholaktion durchaus in Erwägung. „Wir haben es intern durchdiskutiert“, sagt Clemens Fritz als Leiter der Abteilung Profifußball und Scouting bei Werder. Für die Bremer wäre das Gehalt aber zu hoch gewesen – und Kruses Interesse hielt sich ebenfalls in Grenzen.

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Dass Kruse nun gegen die Mannschaft von Ole Werner nicht von Beginn an auflaufen wird, schließt zukünftige Startelfeinsätze natürlich nicht aus. Aber die Konkurrenz im Angriffsverbund der Wölfe ist groß.

Wer muss beim VfL Wolfsburg für Maximilian Arnold Platz machen?

Wer sicher wieder in die Formation zurückkehren wird, ist Maximilian Arnold. Der neue Kapitän ist von seinen Rückenbeschwerden genesen. Die Frage ist, wer seinen Platz räumen muss. In Jena bildeten die Neuzugänge Mattias Svanberg und Patrick Wimmer das defensive Mittelfeld. Der Schwede Svanberg stieß erst nach dem Trainingslager zu seiner neuen Mannschaft. Trotzdem traut ihm Kovac einen Einsatz über 90 Minuten zu.

Wimmer war eine der positivsten Erscheinungen der Vorbereitung. Allerdings ist die Schaltzentrale nicht seine angestammte Position. Möglich, dass der Österreicher eine Reihe nach vorn rückt – oder sich mit einem Bankplatz begnügen muss. Verzichten muss Kovac zum Auftakt nur auf Yannick Gerhardt (Bänderverletzung), voraussichtlich auf Kilian Fischer, der an Wadenproblemen laboriert, und Marin Pongracic, der noch individuell trainiert.

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