VfL Wolfsburg präsentiert Norwegerin Sævik als Pajor-Ersatz

Wolfsburg.  Das ging schnell! Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg löst sein Sturmproblem mit der Verpflichtung der 24-Jährigen von Paris Saint-Germain.

Karina Sævik (rechts) ist in dieser Szene während des WM-Spiels ihrer Norwegerinnen gegen Frankreich zu sehen. Nun trägt die Stürmerin auch das Trikot des VfL Wolfsburg.

Karina Sævik (rechts) ist in dieser Szene während des WM-Spiels ihrer Norwegerinnen gegen Frankreich zu sehen. Nun trägt die Stürmerin auch das Trikot des VfL Wolfsburg.

Foto: dpa

Schnell und solide gehandelt hat Ralf Kellermann nach Ewa Pajors Ausfall. Nur einen Tag nach der Verpflichtung des großen niederländischen Sturmtalents Joelle Smits für die Spielzeit 2021/22 löste der Sportliche Leiter des Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg auch das kurzfristige Problem im Angriff. Die norwegische Nationalspielerin Karina Sævik wechselt mit sofortiger Wirkung vom französischen Champions-League-Halbfinalisten Paris Saint-Germain in die VW-Stadt.

Die 24-jährige Stürmerin unterschrieb hier einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Für Spielerin und VfL ist es eine sinnvolle Lösung. Der Klub bekommt kurzfristig eine international erfahrene Akteurin, die nach Pajors Rückkehr auch für Tiefe im Kader sorgt. Für Sævik selbst stellt der Wechsel eine neue Chance dar. Erst im Sommer 2019 war sie vom norwegischen Erstligisten Kolbotn IL mit großen Erwartungen zu PSG gewechselt, hatte dort jedoch nicht sofort den Durchbruch geschafft. In den 16 möglichen Spielen in der vorzeitig wegen Corona abgebrochenen Saison 2019/20 in der Division 1 kam sie lediglich elfmal zum Einsatz und wurde zumeist nur eingewechselt. 208 Spielminuten und null Tore standen auf ihrem Konto. Obwohl sie noch ein weiteres Jahr Vertrag bei den Französinnen hatte, stimmte PSG einer Vertragsauflösung zu.

„International erfahren“

„Mit Blick auf den längerfristigen Ausfall von Ewa Pajor bin ich sehr glücklich, dass wir in Karina eine international erfahrene Stürmerin verpflichten konnten, die uns bereits bei der WM im vergangenen Jahr positiv aufgefallen ist. Ich bin davon überzeugt, dass sie unseren Kader sofort verstärken wird“, sagt Kellermann zur Verpflichtung Sæviks. Auch Stephan Lerch lässt sich nicht davon blenden, dass die Norwegerin in Paris nicht voll durchgestartet ist. „Sie kann jetzt bei uns den nächsten Entwicklungsschritt gehen“, so der VfL-Trainer, der weiter sagt: „Wir haben bereits gezeigt, dass wir ein gutes Händchen bei Transfers haben und Spielerinnen weiterentwickeln können.“

Sævik wird beim VfL mit der Rückennummer 18 auflaufen. Derzeit befindet sie sich mit dem norwegischen Nationalteam und ihrer Landsmännin und nun auch VfL-Kollegin Ingrid Engen in der Vorbereitung aufs EM-Qualifikationsspiel in Oslo gegen Wales am Dienstag. 16 A-Länderspiele stehen für sie zu Buche. 2019 gewann sie mit ihrem Nationalteam den Algarve-Cup. Im Anschluss wird sie in Wolfsburg erwartet. Ob sie gleich im Heimspiel gegen den SV Meppen am 27. September ihr Debüt geben wird, ist fraglich. Zuvor muss die Offensivspielerin erst die obligatorischen Corona-Tests absolvieren.

Ziel: „Titel gewinnen“

Die 24-Jährige selbst sagt laut VfL-Pressemitteilung: „Ich freue mich sehr darauf, bei einem der weltweit besten Klubs im Frauenfußball spielen zu dürfen und die Möglichkeit zu haben, mich in einem professionellen Umfeld persönlich weiterzuentwickeln.“ Und weiter: „Natürlich möchte ich auch meinen Teil dazu beitragen, dass der VfL weiterhin guten Fußball spielt und Titel gewinnt.“

Es ist gut möglich, dass sich die Wolfsburgerinnen für die bereits laufende Saison noch weiter verstärken werden. Nach dem Weggang von Pernille Harder und dem langfristigen Ausfall Pajors besteht vor allem offensiv weiterhin Bedarf.

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