Eurovision Song Contest 2022: So funktioniert das Voting-System

Eurovision Song Contest 2022: So funktioniert das Voting-System

Eurovision Song Contest

Einmal im Jahr findet mit dem Eurovision Song Contest die größte Musik-TV-Show der Welt statt. Lesen Sie alle News und Infos zum ESC.

ESC: Wann fand der erste Eurovision Song Contest statt?

Der Eurovision Song Contest ist der wichtigste Gesangswettbewerb in Europa. Der erste ESC fand am 24. Mai 1956 in Lugano in der Schweiz statt. Damals gingen jedoch nur sieben Länder daran teil: Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und die Schweiz.

Wie teuer ist der ESC und wer bezahlt für den Eurovision Song Contest?

Um am Eurovision Song Contest teilnehmen zu können, müssen die Teilnehmer eine Gebühr an die Europäischen Rundfunkunion (EBU) bezahlen. Deutschland bezahlte für seine Teilnahme in den vergangenen Jahren um die 400.000 Euro. Wie hoch die Gebühr ausfällt, ist unterschiedlich und hängt unter anderem von der Reichweite ab, die ein ESC ausstrahlender Sender in dem Land erzielt. Weitere Informationen zu den Kosten und Gebühren für den ESC finden Sie auf dieser Seite.

Warum nimmt Australien am Eurovision Song Contest teil?

Neben zahlreichen europäischen Ländern nimmt auch Australien am Eurovision Song Contest teil. Auch wenn der Name nahelegt, dass es sich bei dem ESC um einen reinen europäischen Gesangswettbewerb handelt, ist dem nicht so. Die Länder müssen nicht Teil der EU sein, um am Eurovision Song Contest teilnehmen zu können, was auch die Teilnahme von Ländern wie Russland (2022 aufgrund des Ukraine-Kriegs nicht dabei) oder Israel erklärt.

Der Grund für die Australien-Teilnahme am ESC ist jedoch ein anderer: In Downunder erfreut sich der Eurovision Song Contest großer Beliebtheit, seit 1974 wird der Musikwettbewerb in Australien übertragen, als die Australierin Olivia Newton-John für Großbritannien an den Start ging. Bis Australien selbst beim ESC an den Start ging, dauert es jedoch noch ein paar Jahrzehnte: 2015 wurde das Land offiziell von der EBU eingeladen.

Wer hat den ESC am häufigsten gewonnen?

Irland ist der Rekord-Sieger beim Eurovision Song Contest. Insgesamt sieben Mal holte das Land den ESC-Sieg, gefolgt von Schweden (sechs Siege). Nach Schweden gab es insgesamt vier Länder, die den Eurovision Song Contest jeweils fünf Mal für sich entscheiden konnten. Dabei handelt es sich um: Großbritannien, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande. Deutschland gewann den ESC insgesamt zwei Mal. Lesen Sie hier: Das sind alle Gewinner des Eurovision Song Contest.

Eurovision Song Contest: Welche Länder nehmen am ESC 2022 teil?

Dutzende Länder nehmen am Eurovision Song Contest 2022 teil. Dabei treten 17 Kandidaten im ersten Finale am 10. Mai und 18 im zweiten Halbfinale am 12. Mai an. Fünf Länder sind schon fürs Finale qualifiziert. Hier finden Sie alle Teilnehmer des ESC 2022. Bei den Buchmachern laufen bereits die Wetten für den ESC-Sieg. Die Favoriten des ESC 2022 finden Sie in diesem Artikel.

Wer tritt beim ESC 2022 für Deutschland an?

Sechs Bewerber kämpften beim deutschen Vorentscheid um das ESC-Ticket. Mit seinem Song "Rockstars" überzeugte am Ende aber Malik Harris nicht nur die einzelnen Abstimmungen bei den Sendern, sondern auch das Publikum.

Wie wird der ESC entschieden? So läuft das Voting ab

In den vergangenen Jahren wurde das Voting beim ESC oft reformiert. Die Stimmen der Jury und der Zuschauer werden erst einmal separat gewertet.

  • Aus der Verteilung der Stimmen ergibt sich jeweils eine Top Ten der Länder.
  • Für den ersten Platz gibt es dann die berühmten 12 Punkte, für den zweiten Platz 10 Punkte, für den dritten Platz 8 Punkte und dann jeweils einen Punkt weniger absteigend bis zum zehnten Platz.
  • Insgesamt werden die Punkte von Jury und Zuschauern aber nicht unbedingt gleich gewichtet.
  • Wie das Verhältnis der Gewichtung ausfällt kann sich von Land zu Land unterscheiden.

In Deutschland könnten zum Beispiel Jury- und Zuschauerstimmem je zu 50 Prozent in die Gesamtwertung der Punkte einfließen. In Italien zählen die Stimmen der Jury aber vielleicht zu 60 Prozent und die der Zuschauer nur zu 40 Prozent.

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