Instagram: Was Sie gegen Spam in Gruppen tun können

Berlin.  Fake-Gruppen werden für Instagram-Nutzer zu einem großen Ärgernis. Was das Netzwerk dazu sagt und was Nutzer gegen Spam tun sollten.

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Immer mehr Nutzer der App Instagram klagen über Spam in der Foto-Community. Vor allem über Gruppen wird unseriöse Werbung verschickt, die für Nutzer richtig gefährlich werden kann. Auch wer vermeintlich sinnvolle Vorkehrungen getroffen hat, kann von der Welle der Einladungen überrollt werden.

Die Gruppeneinladungen und Anfragen erreichen die Nutzer von ihnen unbekannten Profilen. Die Einladungen scheinen meist von jungen Frauen zu stammen. Doch hinter Absendern wie „Stella“, „Shirley“ oder „Jenny“ stehen fast nie reale Personen mit Interesse an einer netten Unterhaltung und dem Austausch privater Bilder.

Tatsächlich sind die Gruppeneinladung oft Spam. Ein Sicherheitsexperte und das Netzwerk Instagram erklären nun, was Nutzer bei solchen Anfragen tun sollten.

Wie kann man die Anfragen zu Gruppen auf Instagram verhindern?

Ganz verhindern lassen sich die Anfragen wohl aktuell nicht. Auf eine Anfrage unserer Redaktion sagte ein Sprecher vom Unternehmen Facebook, zu dem Instagram gehört: „Wir möchten nicht, dass Menschen Spam auf der Plattform verbreiten. Dafür sperren wir Accounts und entfernen Inhalte, die gegen unsere Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen.“ Das Unternehmen arbeite daran, Technologien zu verbessern, um Spam zu vermeiden.

Netzwerke wie Instagram setzen sowohl Software wie auch menschliche Moderatoren ein, um Fake-Profile zu sperren. Über die Software von Instagram berichten Beobachter, dass sie in der Lage sei, mehr als eine Million Profile pro Sekunde zu überprüfen. Das ganze geschehe bereits vor Veröffentlichung der Inhalte, so dass viele erst gar nicht von anderen Nutzern gesehen werden.

Was wollen die Gründer der Gruppen bezwecken?

In den Gruppen werden oft Fotos mit erotischen Inhalten versprochen. Dazu teilen die Gründer der Gruppen Links auf Webseiten, auf denen die Fotos zu finden sein sollen. Doch dort versuchen die Anbieter dann lediglich, Nutzerdaten wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern und sogar Bankdaten abzugreifen. Nutzer sollten diesen Links nicht folgen.

So zitiert das Portal „Vorarlberg Online“ den österreichischen Sicherheitsexperten der Polizei, Harald Longhi: „Leider denken immer noch viele User ‚klicken kostet nichts‘. Das stimmt leider nicht. Auch wenn man nicht immer sofort einen finanziellen Schaden davon trägt, die Privatsphäre kostet es auf jeden Fall.“

Zudem könnten sich Nutzer der Mittäterschaft schuldig machen, wenn in Gruppen illegale Inhalte wie zum Beispiel Kinderpornografie geteilt würden. Sollten Nutzer verbotene Inhalte in den Gruppen sehen, sollten sie sofort die Polizei informieren.

Was sollten Nutzer tun, wenn sie gefälschte Gruppeneinladungen erhalten?

Wer Gruppeneinladungen oder Anfragen zu Nachrichten von unbekannten Nutzern löschen beziehungsweise ignorieren will, hat die Möglichkeit, die offensichtlich gefälschten Profile hinter den Gruppeneinladungen an Instagram zu melden. Dazu kann man die Profile blockieren.

Stichproben unserer Redaktion haben ergeben, dass Instagram diese gefälschten Profile nach einem Hinweis in der Regel innerhalb eines Tages löscht.

Tut Instagram genug gegen den Spam?

Die aktuelle Welle an Gruppeneinladungen ist für Nutzer mitunter frustrierend. Wer mindestens einmal am Tag solche Anfragen erhält, verliert recht schnell den Spaß bei der Nutzung von Instagram. Besonders ärgerlich ist, dass selbst Nutzer dubiose Anfragen erhalten, die ihr Profil auf privat gestellt haben. Die Inhalte dieser Nutzer sind nur für Freunde in dem Netzwerk sichtbar. Gruppeneinladungen von Unbekannten landen bei ihnen trotzdem.

Instagram beteuert, dass das Unternehmen stetig an der Verhinderung von Spam im eigenen Netzwerk arbeite. Doch bisher schafft es das Netzwerk nicht, die Welle von Gruppeneinladungen komplett einzuschränken, obwohl die Fake-Profile und Gruppeninhalte sich sehr ähneln. Immerhin scheint die Welle abzuebben, dies schilderten zumindest mehrere Nutzer auf Twitter über ihre Erfahrungen auf Instagram.

Eine Hoffnung für Nutzer ist, dass Spam auf Instagram in Wellen auftritt, wie die Auswertung von Suchanfragen zu dem Thema bei Google zeigt. Dort ist aber auch zu sehen, dass schon jetzt die aktuellen Suchanfragen die zu einer vorangegangenen Welle im März übertreffen. Immer wieder gibt es auch Berichte über Phishing-Versuche bei Facebook. Verbraucherschützer warnten zuletzt vor faulen Anlagetipps.

Immer wieder fährt der Instagram-Mutterkonzern Facebook Kampagnen, um die Medienkompetenz der Nutzer zu erhöhen. Aktuell will Facebook auch Lehrern dabei helfen. Doch neben den Anstrengungen des Konzern gibt es auch immer wieder Bedenken, welchen Einfluss soziale Medien auf ihre Nutzer haben. Eine Studie belegt etwa, dass zu viel Facebook unglücklich und radikal macht.

Quelle: Vorarlberg Online zu Spam auf Instagram

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