Im Test: Fünf günstige Notebooks für Schule und Uni

Berlin.  Für Hausaufgaben oder Referate ist keine teure Hardware nötig. IMTEST hat fünf Modelle von 279 bis 650 Euro untersucht. Die Ergebnisse.

So geht Homeschooling leicht von der Hand

Sie im Homeoffice und die Kinder im Hausunterricht? Mit diesen raffinierten Tipps für das Homeschooling gelingt unseren Kleinen das Lernen auch von zuhause aus. Mit Geheimtipp!

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In den vergangenen Monaten hat sich die Arbeitswelt gewandelt: Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus, das neue Schlagwort dafür heißt Homeoffice. Aber nicht nur Arbeitnehmer und Arbeitgeber mussten sich an neue Arbeitsformen gewöhnen, sondern auch Schüler und Studenten.

Ohne ein flottes Notebook wird daraus allerdings nichts. Passend zum neuen Schuljahr und Semesterbeginn gibt es sogenannte Back-to-School-Notebooks von namhaften Herstellern – optimiert fürs Lernen und Arbeiten und preislich nicht nur für Schüler, Studenten und Lehrer interessant. IMTEST, das Testmagazin der Funke Mediengruppe, zu der auch unsere Redaktion gehört, hat fünf Modelle von 279 bis 650 Euro getestet.

Billige Laptops: Welche Rahmendaten wurden beurteilt?

Leistung: Zum Surfen im Internet oder für Büroprogramme sind alle Kandidaten gut geeignet. Dafür sorgt der in den günstigen Geräten verbaute Intel-Pentium-Silver-Prozessor. Wer aufwendige Programme, etwa Videoschnitt, oder auch mal 3D-Spiele ausführen möchte, sollte darauf achten, dass ein Core-i5-Prozessor und eine Nvidia GeForce-Grafikkarte verbaut sind (siehe Dell und HP).

Bildschirm: Schlechte Bildschirme belasten die Augen und machen keinen Spaß. Hier konnten HP und Dell nicht punkten: Blass, dunkel und kontrastarm ist das Bild ihrer Notebooks. Die Geräte von Asus, Acer und Medion machen es besser – sie bieten satte Farben und mehr Helligkeit zu günstigeren Preisen.

Festplatte: Wer größere Fotosammlungen, Musik, Dokumente oder Videos mit dabei haben möchte, benötigt eine mindestens 256 Gigabyte (GB) oder besser 512 GB große Festplatte, wie sie in fast allen Geräten verbaut sind.

Verarbeitung: Notebooks sollen sich wertig anfühlen, ordentlich aussehen und am besten auch einen Sturz überleben. Hier fielen die Geräte von Dell und HP durch knarzendes Plastik und nachgebende Oberflächen auf. Den besten Eindruck machte das Acer Swift 1.

Günstige Notebooks: Das sind die Testeindrücke im Detail

Acer Swift 1 – SF114: Schon beim Auspacken sorgte das Acer für einen Wow-Effekt: Für nur 479 Euro gibt es ein hochwertig verarbeitetes Aluminiumgehäuse. Beim Aufklappen beeindruckte weiterhin der sehr kräftige, helle und kontrastreiche Bildschirm, der die beiden blassen und farbarmen Bildschirme der teureren HP- und Dell-Laptops mit Leichtigkeit in die Tasche steckt. Die Akkulaufzeit reicht mit über 17 Stunden auch für den längsten Arbeitstag aus. Ein eindeutiger Testsieger.

Dell Inspiron 15 3539: Auf den ersten Blick wirkt das Dell Inspiron 15 3539 etwas altbacken: Die Plastikoptik wirkt wenig wertig und angestaubt, das Gehäuse gibt bei kleinstem Druck nach, der Bildschirm ist blass und farbarm. Beim Arbeiten, Surfen und sogar Videoschauen läuft alles flüssig, macht aber nicht viel Spaß (603 Euro).

HP 15: Fast identisch ausgestattet ist HPs 15-Zoll-Notebook mit dem komplizierten Namenszusatz dw2267ng (649 Euro). Der verbaute Intel-Core-i5-1035G1-Prozessor und die flotte GeForce-MX330-Grafikkarte machen ordentlich Dampf: Sogar 3D-Spiele wie Fortnite und Far Cry 5 lassen sich damit spielen, wenngleich man auch auf etwas Detailreichtum verzichten muss. Leider wirkt der Bildschirm dumpf, das Bild ist viel zu dunkel.

Asus Vivobook 14: Mit 279 Euro ist das Vivobook 14 (L140) das günstigste Gerät und gleichzeitig die größte Überraschung im Test. Wer hier Wegwerfware erwartet, wird eines Besseren belehrt: Das Kunststoffgehäuse ist solide verarbeitet und schick, die Tastatur kann locker mit weitaus teureren Geräten mithalten. Bei mehreren geöffneten Programmen oder Spielen macht es schnell schlapp, für Büroarbeiten, Bildbearbeitung und zum Surfen ist es dennoch flott genug. Zudem hielt es unterwegs locker einen Tag durch, ohne an die Steckdose zu müssen. Größte Mankos waren der niedrig aufgelöste Bildschirm und die kleine 64-GB-Festplatte.

Medion Akoya E17201: Deutlich schwerer und größer ist Medions 17-Zoll-Notebook (487 Euro): Das 2,2 Kilo schwere Gerät überzeugt jedoch mit guter Ausstattung und einer ausreichend dimensionierten Tastatur, auf der sich gut tippen lässt. Der verbaute Bildschirm ist hell und gibt Farben originalgetreu wieder.

So lautet das Fazit des Notebook-Tests

Für alle Alltagsaufgaben sollten Sie zum Testsieger von Acer greifen. Wem der Bildschirm zu klein ist, wird mit dem Medion glücklich. Nur wenn Sie wirklich mehr Leistung benötigen, sollten Sie einen Blick auf die Geräte von HP oder Dell werfen. Für den kleinen Geldbeutel ist das Asus hingegen schlicht unschlagbar.

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