Corona-Impfung

Biontech und Moderna: Welcher Abstand zur zweiten Impfung?

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Fünf Gründe für die Corona-Impfung

Fünf Gründe für die Corona-Impfung

Die Impfkampagne geriet seit dem Sommer ins Stocken. Dabei ist der Zugang zu einer Impfung einfacher denn je. Darum lohnt der Weg ins Impfzentrum oder zum Hausarzt.

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Berlin.  Moderna und Biontech benötigen im Gegensatz zu Johnson & Johnson zwei Dosen für den vollen Impfschutz. Wie groß soll der Abstand sein?

  • Bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna sind zwei Corona-Impfungen nötig
  • Nur dann schützen die Vakzine zuverlässig
  • Doch wie lang sollte der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Dosis sein?

Als Deutschland mit dem Impfen begann, hieß es zunächst, zwei Wochen sollten zwischen der ersten und zweiten Impfung liegen. Doch bald schon stellte sich heraus, dass die erste Corona-Impfung ihre Wirkung auch über einen längeren Zeitraum behält. In Kombination mit der Knappheit der Impfstoffe, wurde der Abstand zwischen den Impfungen verlängert.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt mittlerweile, den Impfabstand bei mRNA-Impfstoffe auszureizen und die Zweitimpfung der Corona-Impfung künftig immer erst nach sechs Wochen zu spritzen. Zwei Wochen nach der Impfung ist dann der volle Impfschutz gegeben.

Alle Hintergründe: Corona-Impfstoffe, Wirksamkeit - Alle wichtigen Infos

Corona: Abstand zur Zweitimpfung bei Biontech und Moderna

Die Stiko schreibt dazu: „Unter Berücksichtigung der Zulassungen und der vorliegenden Wirksamkeitsdaten empfiehlt die Stiko für die mRNA-Impfstoffe einen Abstand zwischen den beiden Impfungen von 6 Wochen“.

Der Grund: Dadurch sei sowohl eine sehr gute individuelle Schutzwirkung als auch ein größerer Effekt der Impfung auf Bevölkerungsebene zu erzielen. Im Klartext: Dehnt man den Abstand zwischen den Impfungen aus, können mit den zur Verfügung stehenden Dosen kurzfristig mehr Menschen geimpft und schon mit der ersten Spritze effektiv vor Ansteckung sowie vor schweren Corona-Verläufen geschützt werden.

Corona: Bislang zwei mRNA-Impfstoffe in Deutschland zugelassen

In Deutschland sind bislang zwei mRNA-Impfstoffe zugelassen – die Mittel von Biontech und Moderna, Curevac soll folgen. Bislang wurde die zweite Dosis des Impfstoffs Comirnaty von Biontech/Pfizer in einem Zeitfenster von drei bis sechs Wochen nach der ersten Dosis gespritzt, beim Impfstoff Covid-19 Vaccine Moderna waren es vier bis sechs Wochen. Die Stiko passt ihre Empfehlung jedoch an, sobald dies wegen neuer Erkenntnisse aus ihrer Sicht sinnvoll erscheint.

Lesen Sie hier: Biontech, Moderna, Astrazeneca: Die Impfstoffe im Vergleich

Dies gilt auch bezüglich neuer Impfstoffe und Indikationsgruppen. So rücken in der angepassten vierten Covid-19-Impfempfehlung des Expertengremiums dialysepflichtige chronisch Nierenkranke in der Impfpriorisierung eine Stufe vor. Auch der neue Vektorimpfstoff Janssen von Johnson & Johnson wurde in die Liste der empfohlenen Impfstoffe mit aufgenommen, die Empfehlungen zu Astrazeneca angepasst.

Astrazeneca: Abstand zur zweiten Impfung

Die Stiko empfiehlt für den Vektor-basierten Impfstoff von Astrazeneca einen Impfabstand von 12 Wochen. In Absprache mit dem Arzt und je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes kann der Abstand aber verkürzt werden.

Kreuzimpfung: Welcher Abstand gilt nun?

Seit dem 1. April 2021 sollten Personen unter 60 Jahren, die eine erste Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca bekommen haben, beim zweiten Termin mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech/Moderna) geimpft werden. Dies geht aus einer Empfehlung der Stiko hervor.

Bei diesen Kreuzimpfungen sollte ein Abstand von 12 Wochen zwischen erster und zweiter Impfung eingehalten werden.

(aknv/bef/dpa)

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