Bald Rückkehr zum Regelbetrieb in Wolfenbütteler Kitas

Wolfenbüttel.  Die Rückkehr zum uneingeschränkten und vollumfänglichen Regelbetrieb wie vor Corona ist ab 1. Oktober geplant.

An der neuen Kindertagesstätte am  Södeweg wurde bereits mit den Hochbauarbeiten begonnen.

An der neuen Kindertagesstätte am  Södeweg wurde bereits mit den Hochbauarbeiten begonnen.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Der Start ins neue Kindergartenjahr klappte nach Angaben des zuständigen Stadtrates Thorsten Drahn „weitestgehend reibungslos“. Im städtischen Sozialausschuss kündigte Drahn sogar an: „Wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, erfolgt zum 1. Oktober die Rückkehr zum uneingeschränkten und vollumfänglichen Regelbetrieb wie vor Corona.“ Das bedeutet, dass in den Kindertagesstätten wieder eine Betreuung in der Zeit von 7 bis 17 Uhr, einschließlich des Angebots der Randstundenbetreuung, angeboten wird.

Der Rückkehrplan hat sich laut Stadtrat Drahn bewährt

Die Rückkehr in den Regelbetrieb erfolge schrittweise, erklärte der Stadtrat. Er erinnerte zunächst an die coronabedingte Schließung der Kita am 16. März mit Notbetreuung in engen Ausnahmefällen für Eltern mit systemrelevanten Berufen wie Ärzte und Pfleger sowie die zweimalige Ausweitung der Notbetreuung am 18. Mai und 8. Juni sowie an den Übergang von der Notbetreuung in einen „eingeschränkten Regelbetrieb“ am 22. Juni. Damals wurden alle Kinder unter Beachtung von Maßnahmen des Infektionsschutzes aufgenommen. Die Kita-Gruppen bleiben aber noch unter sich. Das änderte sich erst am 1. September, als das Durchmischungsverbot in den Kitas aufgehoben wurde und offene Konzepte und gruppenübergreifende Betreuungskonzepte wieder zugelassen wurden. Dieser Rückkehrplan habe sich bewährt, so Drahn, weil bisher noch kein Infektionsfall in einer städtischen Kita aufgetreten sei.

In bestimmten Fällen können Kinder abgelehnt werden

Und nun steht am 1. Oktober der nächste Schritt zur Rückkehr zur Normalität an, vorausgesetzt das Infektionsgeschehen lasse das zu. Denn beim Auftreten eines Corona-Falls in einer Kita droht laut Stadtrat zum jetzigen Zeitpunkt die zeitweise Schließung der gesamten Einrichtung. Deshalb bat Drahn alle Eltern auch darum, die verabredeten Hygiene- und Abstandsregelungen einzuhalten. Und er wies ausdrücklich darauf hin: „Eine Betreuung in der Kindertagesstätte wird abgelehnt, wenn ein Kind eines der nachfolgenden Krankheitssymptome aufweist: Fieber, Husten oder Atemnot, eitriger Schnupfen, Durchfall und Erbrechen.“

Da die Schließung der Kitas in der Corona-Hochzeit für die Eltern schon mit enormen Einschränkungen verbunden war, hat die Stadt zudem beschlossen, dass auf die Erhebung der Kita-Gebühren in den Monaten April, Mai, Juni und Juli sowie auf das Mittagessenentgelt in den Monaten April, Mai und Juni verzichtet wird. Den freien Trägern hat die Stadt ihre Gebührenausfälle zudem ausgeglichen. Seit Beginn des neuen Kita-Jahres am 1. August werden aber wieder die normalen Gebühren und das Entgelt für das Mittagessen erhoben.

Neue Kita-Plätze werden von der Stadt geschaffen

Abschließend ging Drahn noch kurz auf die Schaffung weiterer Kita-Plätze ein. Der Anbau in Fümmelse sei inzwischen fertig, am Södeweg sei mit dem Hochbau begonnen worden und am Mittwoch werde der Rat über einen Anbau an die Kita Geibelstraße für 540.000 Euro abschließend beraten.

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