Wolfsburg: 80 Prozent der Kita-Kinder werden wieder betreut

Wolfsburg.  Der Großteil der Mitarbeiter ist wieder im Einsatz: Nur wenige fallen aufgrund von Risikobewertungen aus.

Der eingeschränkte Regelbetrieb ist in Wolfsburg aufgenommen worden.

Der eingeschränkte Regelbetrieb ist in Wolfsburg aufgenommen worden.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Von der Notbetreuung zum eingeschränkten Regelbetrieb: Seit einer Woche dürfen in Wolfsburg wieder alle Kita-Kinder in ihren Einrichtungen betreut werden. 80 Prozent von ihnen, das sind 4480 Kinder, seien wieder zurück in ihren Gruppen, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Ausfälle unter den Mitarbeitenden, etwa durch Risikobewertungen, seien selten – dementsprechend sei der Großteil der Erzieherinnen und Erzieher wieder im Dienst.

Die Mehrheit der Eltern nehme das Angebot auch an, nun, da alle Gruppen wieder geöffnet sind, so die Stadt weiter. Dennoch ergeben sich weiterhin hier und da Einschränkungen im Betrieb. So sei es möglich, dass der Betreuungsumfang nicht in allen Fällen schon wieder auf Vor-Corona-Niveau sei. Das sei den Hygienevorgaben geschuldet, sowie der personellen und räumlichen Situation in den Einrichtungen.

Hygienevorgaben bleiben zunächst erhalten

So sind laut Landesverordnung offene Gruppenkonzepte sowie die Durchmischung von Gruppen weiterhin nicht erlaubt – im Gegenzug ist die Regelung zum Personalschlüssel, also zum Verhältnis von Fachkräften zu zu betreuenden Kindern, noch ausgesetzt. Laut Stadt können zudem keine Sonderdienste angeboten werden, die Bring- und Abholzeiten sind gestaffelt organisiert, sodass sich am Eingang zu den Einrichtungen nicht zu viele Eltern begegnen.

All diese Einschränkungen würden von den Eltern aber überwiegend verständnisvoll aufgegriffen, so die Stadt. Während der Schließzeiten der Kitas hatte die Stadt ein Kommunikationssystem eingerichtet; neben wöchentlichen Telefonkonferenzen zwischen den Einrichtungen und der Verwaltung konnten sich auch Eltern an die Stadt wenden mit ihren Fragen. Außerdem veröffentliche die Stadt regelmäßige Elternbriefe. Mittlerweile laufe die Kommunikation aber wieder über die einzelnen Einrichtungen, so die Stadt.

Awo hatte vor zu hohen Erwartungen gewarnt

Während die Stadt von nur weniger Ausfällen unter den Mitarbeitern spricht, hatte die Awo als ein Träger von Kindertageseinrichtungen in der Region vor dem Übergang in den eingeschränkten Regelbetrieb vor zu hohen Erwartungen gewarnt – etwa 20 Prozent der Mitarbeitenden in den Kitas gehörten demnach zu Risikogruppen. Daher sei der Regelbetrieb noch nicht wieder problemlos möglich. Zudem müsse man bedenken, dass vor allem kleinere Kinder Zeit bräuchten, sich neu einzugewöhnen, sie könnten nicht ohne weiteres ohne Übergang den ganzen Tag betreut werden. Eine schrittweise Aufnahme von Kindern sei deshalb nötig.

Die Stadt hatte bereits in ihrem letzten Elternbrief mitgeteilt, dass Neuaufnahmen schon jetzt wieder möglich seien. Dass die Umstände aber noch keinen regulären Vollbetrieb ermöglichen, betonte Iris Bothe in ihren Schreiben an die Eltern immer wieder. Dies sei vom Land zunächst für den 1. August geplant, so die Stadt, „allerdings warten wir noch auf die neue Verordnungslage des Landes, um dann die nächsten Schritte vorzubereiten.“

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