Im Sommer werden Wolfsburgs Straßen auf Vordermann gebracht

Wolfsburg.  Die Stadt Wolfsburg nutzt die Zeit im Sommer mit wenig Verkehr für zahlreiche Straßenbauprojekte. Es wird auch Vollsperrungen geben.

Diese Straßenbauprojekte plant die Stadt Wolfsburg für die Sommerferien.

Diese Straßenbauprojekte plant die Stadt Wolfsburg für die Sommerferien.

Foto: Jürgen Runo

Die Ferienzeiten mit wenig Verkehr nutzt die Stadt Wolfsburg im Sommer laut einer Mitteilung wieder für wichtige Straßenbauprojekte, damit es möglichst wenige Beeinflussungen gibt. Mit einem neuen Belag versehen werden soll die Porschestraße Nord. Sie erhält Asphalt statt Pflaster. Außerdem gehen die Arbeiten an der Fünf-Arm-Kreuzung in Nordsteimke weiter. Darüber hinaus erhält der Schachtweg im Zuge der Sanierung des Handwerkerviertels ein neues Aussehen, und der Dresdener Ring wird im zweiten Abschnitt saniert. Die Stadt gibt über diese Projekte wie auch über weitere kleinere Vorhaben einen Überblick auf www.wolfsburg.de/verkehr.

Porschestraße Nord

Auf der Porschestraße Nord wird der bestehende Pflasterbelag gegen Asphalt ausgetauscht. Die Busspur an dieser Stelle und der Einmündungsbereich der Porschestraße in die Rothenfelder Straße weisen Schäden auf und müssen saniert werden. Die Arbeiten werden unter Vollsperrung in den Sommerferien stattfinden, wobei der Schwerpunkt der Arbeiten in den Werksferien liegen wird. Begonnen werden soll am 27. Juli, wobei dann zunächst die Baustelle eingerichtet wird. Das Bauende ist für den 28. August eingeplant.

Das Pflaster hat sich laut Stadt deutlich verschoben und ist an vielen Stellen gebrochen. In der Mitte wölbe sich die Pflasterfahrbahn, so dass die Fugen sehr groß seien und verstärkt Wasser in den Unterbau eindringen könne. Dadurch würden die Schäden sehr schnell weiter zunehmen. Die Gossen seien in Teilen heruntergedrückt und müssten ebenfalls saniert werden, um die Entwässerung sicherzustellen. Mit kleineren Sanierungsarbeiten ließ sich die Verkehrssicherheit bis jetzt gewährleisten. Auf Grund des jetzigen Schadensbildes müsse jedoch kurzfristig gehandelt werden.

Die Fahrbahn der Porschestraße Nord bis zur vorhandenen Asphaltbefestigung des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) und der Einmündungsbereich der Porschestraße in die Rothenfelder Straße werden in Asphaltbauweise hergestellt. Die Asphaltdecke wird dabei in aufgehellter Form ausgeführt, analog zum Übergang Pestalozziallee. Die Herstellung der Gossen erfolgt mit großformatigen Betonsteinen in der Farbe Anthrazit, um die Abgrenzung zum Gehweg und Parkbereich, wie bereits im Bestand vorhanden, zu verdeutlichen.

Für den Abschnitt der Fahrbahn im Umfeld des Postgebäudes wird Edelasphalt mit Oberflächenkugelstrahlung verwendet, um der Optik des Umfeldes Rechnung zu tragen. Mit der Sanierung solle erreicht werden, dass die Verkehrssicherheit wieder langfristig hergestellt wird. Verkehrsbeeinträchtigungen oder Vollsperrungen seien dann mindestens in den kommenden zehn Jahren nicht zu erwarten.

Die Sanierungskosten betragen nach grober Kostenschätzung rund 265.000 Euro. Das Projekt wird im Rahmen der bereits beschlossenen Haushaltsmittel für Deckensanierung umgesetzt.

Fünf-Arm-Kreuzung

Zur Aufwertung der Kreuzung am Heinrich-Büssing-Haus in Nordsteimke erfolgt eine Neugestaltung. Die Arbeiten für den Umbau des Fünf-Arm-Knotens in Nordsteimke haben bereits im Mai begonnen. Das Gemeinschaftsvorhaben von Straßen- und Kanalbau erfolgt in zwei Bauabschnitten unter Vollsperrung. Zunächst wurde jetzt der Regenwasserkanal erneuert und mit den Straßenbauarbeiten begonnen. Nach der Herstellung der ungebundenen Tragschichten werden Borde, Gossen und Straßenabläufe hergestellt.

Im Anschluss erfolgt der Ausbau der Gehwege und die Straßenbeleuchtung wird erneuert. Abschließend werden die Asphalttrag- und deckschichten eingebaut. Der erste Bauabschnitt, der die Steinbeker Straße und die südliche Hehlinger Straße beinhaltet, soll voraussichtlich Anfang September fertig gestellt sein. Die Arbeiten finden unter Vollsperrung statt.

Im zweiten Bauabschnitt wird dann die nördliche Hehlinger Straße von der Einmündung Am Park bis einschließlich Kreuzung Hans-Wirth-Weg/Querstück erneuert. Dieser Teil wird von Anfang September bis Mitte Dezember gesperrt sein.

Im Zuge des Projektes werden rund 250 Meter Kanal, 14 Schächte und im Straßenbau etwa 350 Meter Natursteinborde und -rinnen, 1600 Quadratmeter Asphaltfahrbahn und 1300 Quadratmeter Gehwegpflaster neu hergestellt.

Die bisherige Bushaltestelle an der Feuerwehr wird vor das Büssinghaus an der Steinbeker Straße verlegt. Die Kosten für den Straßenbau belaufen sich auf rund 610.000 Euro, für den Kanalbau auf etwa 215.000 Euro.

Schachtweg

Der Straßenraum im Schachtweg wird im Rahmen des Sanierungsgebietes Handwerkerviertel zwischen der Heinrich-Nordhoff-Straße und der Seilerstraße neu gestaltet. Die Arbeiten für die Verkehrsflächen werden Anfang September abgeschlossen sein. Hier werden die Nebenanlagen neu gestaltet und Linden gepflanzt. Im Vorfeld der Carl-Hahn-Schule entsteht durch Lederhülsenbäume ein Blätterdach zum Verweilen. Um die neue Fahrbahn in diesem Bereich herzustellen, muss der alte Belag zunächst aufgenommen werden.

Anschließend werden etwa 4700 Kubikmeter Schottertragschicht eingebaut. Darauf werden 1100 Quadratmeter Asphalt aufgetragen. Zusätzlich werden 600 Meter Bordsteine sowie 90 Kubikmeter Gossen- und Rinnenanlage gesetzt. Außerdem wird eine Ampel im Einmündungsbereich zur Heinrich-Nordhoff-Straße gebaut.

Für diese Arbeiten wird der Schachtweg für wenige Wochen voll gesperrt. Dieses passiert noch vor dem Ende der Sommerferien, wie die Stadt versichert. Das Bauvorhaben ist Teil der Städtebausanierung im Handwerkerviertel und wird durch Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ bezuschusst.

Dresdener Ring

Weiter voran geht die Aufwertung des Dresdener Rings und der dortigen Querung. Der erste von fünf Bauabschnitten wurde Ende Juni fertig gestellt. Die Arbeiten auf der Straßensüdseite sind beendet. Aktuell wird der Verkehr durch die fertig gestellte südliche Fahrgasse in Richtung Westen geführt, also entgegen der späteren Fahrtrichtung. Der Fußweg auf der Straßensüdseite steht der Öffentlichkeit seither wieder zur Verfügung.

Die neue Querung des Dresdener Rings kann frühestens nach Fertigstellung des gerade laufenden zweiten Bauabschnitts geöffnet werden. Das Gesamtprojekt liege gut im Zeitplan, so die Stadt. Die neuen Verkehrsanlagen und die umliegenden Freiräume werden zusammen mit dem umgestalteten Fußgängertunnel noch in diesem Jahr fertiggestellt. Hier werden die Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer durch den Tunnel und über die Fahrbahn im Umfeld der Bushaltestellen aufgewertet und sicherer gestaltet.

Zu punktuellen Einschränkungen könne es im Bereich des Fußgängertunnels kommen, weil zusammen mit den Abbrucharbeiten auf der Nordseite auch die oberen Hälften der Fußgängertreppen mit abgebrochen werden. Komplette Sperrungen des Tunnels werden dabei vermieden. Das Bauprojekt ist Teil der Städtebausanierung in Westhagen und wird durch die Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ bezuschusst.

Diverse Asphalt-Schadstellen

Beseitigt werden in den Werksferien auch einige kleinere Asphalt-Schadstellen. Die Bauarbeiten werden zwischen dem 3. und 7. August stattfinden. Betroffen sind die Wolfsburger Landstraße gegenüber Beethovenstraße, die Salzwedeler Straße im Einmündungsbereich Herzbergweg, die Salzwedeler Straße in Richtung Autobahn 39 sowie die Bushaltestelle Schillerstraße Kaufhof stadteinwärts. Von der Fläche sind das insgesamt rund 800 Quadratmeter. Die Kosten belaufen sich auf etwa 50.000 Euro.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder