Versuchter Totschlag in Wolfsburg – Ex-Polizist wählt Notruf

Wolfsburg.  Im Stadtteil Eichelkamp wurde ein Mann lebensgefährlich mit dem Messer verletzt. Die Polizei Wolfsburg konnte vier Verdächtige festnehmen.

Die blutige Tat ereignete sich in dem Mehrfamilienhaus im Hochring 32 (im Hintergrund hinter den Bäumen).

Die blutige Tat ereignete sich in dem Mehrfamilienhaus im Hochring 32 (im Hintergrund hinter den Bäumen).

Foto: Helge Landmann / regios24

Dank eines aufmerksamen Zeugen, einem Ex-Polizisten, konnten Mittwochabend Rettungskräfte einen durch eine Messerattacke lebensgefährlich verletzten 44-Jährigen noch rechtzeitig versorgen. Das Opfer wurde im Schockraum der Intensivstation des Klinikums versorgt. Als Hauptverdächtiger wurde ein 41-Jähriger festgenommen. Am Donnerstagabend ist es in Wolfsburg-Westhagen zu einer weiteren Messerstecherei gekommen. Eine Person starb.

Opfer wurde mit Messer an Hals und Kopf verletzt

Ermittlungen laufen darüber hinaus gegen drei weitere Männer (38, 50 und 71 Jahre alt). Bei dem Quartett und dem Opfer handelte es sich laut Polizeisprecher Sven-Marco Claus um Bekannte. Vier von ihnen, darunter das Opfer und der mutmaßliche Messerstecher, leben in Wolfsburg, der 38-Jährige kommt aus Bad Hersfeld (Hessen). Sie alle hatten sich offenbar in einer Wohnung im Hochring verabredet, um dort ein Trinkgelage zu veranstalten. Dabei kam es wohl gegen 20.45 Uhr zum Streit, dann wurde ein Messer gezückt und aufs Opfer eingestochen. „Der Mann wurde im Hals- und Kopfbereich erheblich verletzt“, berichtete Claus.

Polizisten entdecken das schwer verletzte Opfer und vier betrunkene Tatverdächtige

Der Zeuge beobachtete derweil unten von der Straße aus die Auseinandersetzung und sah, dass einer der Männer gestützt werden musste. Daraufhin alarmierte er seine früheren Kollegen. Als die uniformierten Beamten anrückten, trafen sie in der Wohnung auf das stark blutende Opfer.

Die Vernehmung der vier Männer gestaltete sich schwierig. „Aufgrund ihrer Alkoholisierung waren die Tatverdächtigen nach der Festnahme nicht zu vernehmen“, so Claus. Die genaue Ursache für die Tat war gestern noch unklar.

Der Hauptverdächtige sitzt in Untersuchungshaft

Der 41-jährige Hauptverdächtige wurde am Donnerstagnachmittag den Haftrichter am Amtsgerichts Wolfsburg vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig wurde ihm dort der Haftbefehl verkündet. Er sitzt nun in der Justizvollzugsanstalt Braunschweig ein.

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