56.000 Golf 8 sollen für Software-Update in die Werkstatt

Wolfsburg.  Volkswagen reagiert auf „Missfunktionen“ beim Infotainmentsystem mit freiwilligem Rückruf der betroffenen Golf-8-Modelle.

Volkswagen-Rückruf: Das Problem ist nicht die Hardware, sondern die Software.

Volkswagen-Rückruf: Das Problem ist nicht die Hardware, sondern die Software.

Foto: Kai-Uwe Knoth/Volkswagen AG

Volkswagen ruft 56.000 Modelle des Golf 8 wegen eines Software-Updates in die Werkstätten. Wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte, handelt es sich um eine freiwillige Maßnahme, um die Performance des Infotainmentsysteme zu verbessern und „Missfunktionen“ zu beheben. Über das Problem, das nach Angaben von Volkswagen nicht sicherheitsrelevant sein soll, hatte zuerst die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.

In Deutschland sind 26.000 Autos betroffen

Es handelt sich um Fahrzeuge, die zwischen Spätsommer 2019 und Mitte 2020 produziert wurden. 26.000 Autos wurden in Kunden in Deutschland ausgeliefert, der Rest ging in den europäischen Markt. Die Kundinnen und Kunden werden in dieser Woche von ihren Händlern angeschrieben. Für die Dauer des Updates erhalten die Betroffenen einen Leihwagen, zudem sollen sie einen Werkstattgutschein erhalten. Anders als etwa beim Konkurrenten Tesla können bei VW-Modellen Software-Updates noch nicht „over the Air“ aufgespielt werden.

Immer wieder Probleme mit der Software

Probleme mit der Software waren auch der Grund für den holprigen Start des neuen Golf im zweiten Halbjahr 2019. Diese Schwierigkeiten, die der Bestückung des Kompaktklassikers mit digitalen Assistenzsystemen geschuldet sind, führten schnell zu einer deutlichen Reduzierung der zunächst geplanten Stückzahlen. Im Frühjahr 2020 folgte ein mehrwöchiger Auslieferungsstopp, weil der gesetzlich vorgeschriebene Notrufassistent nicht funktionierte. Damit war ein erstes Software-Update verbunden.

VW mit den Absatzzahlen des Golf 8 zufrieden

Mit den Absatzzahlen der achten Golf-Generation hatte sich VW-Vorstandschef Ralf Brandstätter zuletzt zufrieden gezeigt. Nach Angaben des Unternehmens wurden 2020 in Europa rund 320.000 Einheiten verkauft.

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