VW: Weiter Streit um die Leistungsprämie

Wolfsburg.  Die IG Metall fordert eine Pauschale - Das Unternehmen Volkswagen will auch Sachleistungen statt Geld.

Die Beurteilungsgespräche werden kritisiert. Sie seien intransparent.

Die Beurteilungsgespräche werden kritisiert. Sie seien intransparent.

Foto: Lars Landmann/regios24 (Archiv)

Die Leistungsorientierte Vergütung (LOV) garantierte Volkswagen-Beschäftigten bisher ein monatliches Zusatzeinkommen von mindestens 80 Euro (960 Euro pro Jahr). Nach Beurteilung durch den dienstlichen Vorgesetzten konnte der Betrag aber auch höher ausfallen. In der Praxis wurden meistens durchschnittlich 100 Euro pro Monat ausbezahlt.

IG Metall fordert einheitlichen Betrag

Betriebsrat und IG Metall drängten in der letzten Tarifrunde auf eine Umstellung des Verfahrens.

Auf eine individuelle Leistungsbewertung bei diesem Entgeltbaustein sollte künftig verzichtet werden. Ziel der Metaller ist es, „dass das Niveau der LOV nicht unter das heutige Durchschnittsniveau fallen darf und am Ende ein einheitlicher monatlicher Betrag für alle Kolleginnen und Kollegen herauskommen muss“, wie es in einer aktuellen Mitteilung der IG Metall heißt. Eine Verhandlungslösung ist allerdings immer noch nicht in Sicht. Einigt man sich nicht, bleibt es bei der momentanen Regelung.

Keine Prämie für neue Beschäftigte?

„Das Unternehmen besteht auf eine kostenneutrale Umstellung und hat in mehreren Gesprächsrunden Vorschläge gemacht, die für die IG Metall nicht akzeptabel waren: zum Beispiel die teilweise Umstellung auf Sachleistung statt Geld oder sogar die Abschaffung für neue Beschäftigte. Deshalb konnte bisher keine Lösung gefunden werden. Wir wollen nun die laufenden Tarifverhandlungen nutzen, um einen weiteren Lösungsversuch zu unternehmen«, heißt es seitens der IG Metall, die das Unternehmen auffordert, konstruktiv an einer Lösung zur Abschaffung der LOV mitzuarbeiten.

Die vor rund 10 Jahren eingeführte Leistungskomponente war immer umstritten und förderte wegen der intransparenten Beurteilungsgespräche auch den Neid innerhalb der Teams.

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