Enkeltrick – Polizei Wolfsburg verzeichnet viele versuchte Fälle

In Wolfsburg treiben Enkeltrickbetrüger ihr Unwesen.

In Wolfsburg treiben Enkeltrickbetrüger ihr Unwesen.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Wolfsburg.  Am gestrigen Montag und heutigen Dienstag sollen die Betrüger tätig gewesen, nach ersten Informationen scheiterten sie jedoch.

Die Polizei in Wolfsburg hat am Montag und Dienstag vermehrte Fälle von versuchten Enkeltrickbetrügereien verzeichnet. Ersten Informationen nach gingen die Gauner in allen Fällen leer aus, schreibt die Polizei.

Die Ganoven versuchten es dabei mit der altbekannten Masche, der Abhängigkeit als naher Anverwandter in Verbindung mit einer in plötzlich geratenen finanziellen Notlage, ihren Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dabei suggerierten sie den Angerufenen Enkeltochter, -sohn, Neffe oder Nichte zu sein und einen Verkehrsunfall gehabt zu haben. Um nun nicht in Haft zu geraten, solle der Angerufene einen hohen Geldbetrag bereithalten, der in Kürze von einem Bekannten abgeholt würde.

Polizei rät Kinder und Enkelkinder, die Senioren zu warnen

Selbst die Polizei Wolfsburg geriet dabei in Verruf, Unfallverursacher in drohende Haft zu nehmen, falls nicht unverzüglich Geld fließe. Dieser Verdacht konnte schnell ausgeräumt werden. Eine weitere, örtlich neue Masche sei, dass Neffe, Nichte oder Enkel sich im Krankenhaus befinde und für ein benötigtes Medikament eine fünfstellige Summe gezahlt werden müsse.

„In allen Fällen reagierten die Betroffenen richtig und beendeten unverzüglich die Telefonate“, lobt Polizeisprecher Thomas Figge das Verhalten der Betroffenen. „Sein Sie grundsätzlich misstrauisch. Beenden Sie sofort solche Anrufe, informieren Sie nahe Verwandte oder Freunde und benachrichtigen Sie die Polizei.“ Doch auch Kinder und Enkelkinder können vorbeugend tätig werden: „Sprechen Sie mit Eltern und Großeltern über diese Machenschaften, klären Sie ihre Verwandten auf und hinterlassen Sie Telefonkontakte für Rückrufe.“

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